de.wedoany.com-Bericht: Coupa hat gemeinsam mit dem Data Science Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT Data Science Lab) den „Business Spend Index (BSI) Report 2026" veröffentlicht. Dieser Index nutzt Künstliche Intelligenz, um einen proprietären Datensatz mit 10 Billionen US-Dollar an Geschäftstransaktionen zu analysieren und so Unternehmensausgabenmuster sowie Wirtschaftstrends 90 Tage im Voraus vorherzusagen.
Der Bericht wurde auf der Inspire World Tour von Coupa in London, Großbritannien, offiziell vorgestellt. Im Gegensatz zu traditionellen Wirtschaftsindikatoren, die auf retrospektiven Daten basieren, konzentriert sich der BSI auf die Analyse von Millionen realer Einkaufstransaktionen, die von über 10 Millionen Käufern und Lieferanten im Coupa-Netzwerk generiert werden. Er erfasst Wirtschaftssignale durch tatsächliches B2B-Ausgabeverhalten und nicht durch Stimmungsumfragen.
Professor David Simchi-Levi, emeritierter Direktor des MIT Data Science Lab und Inhaber des William Barton Rogers-Lehrstuhls, erklärte, dass der Coupa-Datensatz eine einzigartige Grundlage für Wirtschaftseinblicke biete. Durch die Anwendung strenger ökonometrischer Modellierung habe die Studie ergeben, dass die Coupa-Daten im Vergleich zu etablierten makroökonomischen Indikatoren wie FRED, IDEA, ISM PMI und dem realen BIP starke Frühindikatoreigenschaften aufweisen. Das KI-Modell kann Wendepunkte im verarbeitenden Gewerbe drei Monate vor einer Veränderung des ISM-Einkaufsmanagerindex (ISM PMI) erkennen.
Die BSI-Daten zeigen mehrere wichtige Trends auf. Der Index weist darauf hin, dass die Ausgaben in fünf Branchen im April 2026 im Monatsvergleich zurückgegangen sind, wobei das verarbeitende Gewerbe um 0,8 % und die Unternehmensdienstleistungen um 3,3 % sanken – im Gegensatz zu der vom ISM PMI für denselben Zeitraum prognostizierten Expansion. Der Bericht sagt voraus, dass die Beschaffungsausgaben in den Bereichen Hightech, Finanzdienstleistungen sowie Gesundheitswesen und Biowissenschaften im Sommer dieses Jahres schrumpfen werden, wobei der Rückgang im Finanzdienstleistungssektor am stärksten ausfallen könnte. Seit Mitte 2024 sind die Beschaffungsausgaben im Hightech-Bereich um über 40 % gestiegen und haben einen Vierjahreszyklushöchststand erreicht; diese Daten verfolgen die Beschaffung von Unternehmenssoftware und -dienstleistungen. Der BSI liefert ein frühes Signal dafür, dass die Unternehmensnachfrage die KI-Infrastrukturinvestitionen einholt, d. h. die Ausgaben der Unternehmen für KI-Tools schlagen sich in messbaren Beschaffungsaktivitäten nieder.
Kevin Laquinto, Chief Marketing Officer von Coupa, bezeichnete den Index als enormen geschäftlichen Mehrwert für Beschaffungs- und Supply-Chain-Führungskräfte, da er Spekulationen über die wirtschaftliche Entwicklung überflüssig mache.
Der Index quantifiziert auch die Auswirkungen von Zöllen und politischen Schwankungen. Die Daten zeigen, dass die Ausgaben kleiner US-amerikanischer Fertigungsunternehmen während der Zollschwankungen im Jahr 2025 um 17,5 % zurückgingen, während große Fertigungsunternehmen im gleichen Zeitraum ihre Ausgaben um 14,6 % kürzten. Das Zollurteil des Obersten Gerichtshofs der USA vom 20. Februar 2026 brachte politische Stabilität und veranlasste die Unternehmen, wieder in langfristige Investitionen in Automatisierungs- und KI-Ausführungssysteme einzusteigen. Darüber hinaus enthielt der „One Big Beautiful Bill Act" vom Juli 2025 eine Vollabschreibungsklausel, die die Hersteller dazu veranlasste, ihre Ausgaben im verarbeitenden Gewerbe Ende 2025 zu erhöhen. Trotz anhaltend schwacher Neukundennachfrage nutzten sie die Steuererleichterungen, um verstärkt in Automatisierung, Kapazitäten und die Resilienz der Lieferkette zu investieren.
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