de.wedoany.com-Bericht: Vom 5. bis 7. Juni brachte Toyota beim Fuji 24-Stunden-Rennen auf dem Fuji Speedway den weltweit ersten flüssigwasserstoffbetriebenen GR Corolla mit einer „supraleitenden Flüssigwasserstoffpumpe" an den Start und absolvierte damit das 24-Stunden-Rennen.

Derzeit ist das Fahrzeug mit der weltweit ersten supraleitenden Flüssigwasserstoffpumpe ausgestattet, doch Toyota hat eine Zukunftsvision, die von rotierenden supraleitenden Motoren hin zu linearen supraleitenden Motoren führt. Rotierende Motoren sind die herkömmliche Bauform, während lineare Motoren, wie sie beispielsweise beim Linearen Shinkansen eingesetzt werden, eine lineare Bewegung ausführen.

Im Inneren der Flüssigwasserstoffpumpe verwendet Toyota Kegelräder. Da die Pumpe jedoch bei extrem niedrigen Temperaturen von minus 253 °C betrieben wird, können keine Schmierfette verwendet werden, sodass die Zahnräder direkt im flüssigen Wasserstoff kämmen, was zu Verschleiß führt. Um die Kegelräder zu eliminieren, plant Toyota den Einsatz eines Linearmotors, der eine lineare Bewegung ausführt. Als neuer Partner ist das Railway Technical Research Institute (RTRI) beteiligt. Diese Einrichtung ist ein führendes Forschungsinstitut für Eisenbahntechnologie und hat Technologien für den Shinkansen entwickelt. Der Lineare Chūō-Shinkansen, eine Vision für die nächste Shinkansen-Generation, wird auf der Yamanashi-Versuchsstrecke getestet. Er nutzt supraleitende Magnete zur Schwebe und Linearmotoren für Geschwindigkeiten von über 500 km/h und soll die Reisezeit zwischen Tokio und Nagoya auf etwa eine Stunde verkürzen.

Yutaka Tomita, Leiter der Abteilung für supraleitende Anwendungstechnologie am Railway Technical Research Institute, erklärte bei der Präsentation auf dem Fuji Speedway, dass das Institut seit 1962 eine lange Geschichte in der Entwicklung supraleitender Linearmotoren habe, und zeigte Fahrzeuge wie den „ML100", der anlässlich des 100-jährigen Eisenbahnjubiläums entwickelt wurde. Derzeit sind die Evaluierungen auf der Yamanashi-Versuchsstrecke abgeschlossen, und JR Central bereitet den Baubeginn für die Inbetriebnahme vor. Tomita selbst forscht seit über 30 Jahren auf dem Gebiet der Supraleitung. Er erwähnte, dass Toyota wegen supraleitender Technologien an sie herangetreten sei. Beide Unternehmen seien im Mobilitätssektor tätig, legten großen Wert auf Sicherheit und Zuverlässigkeit und teilten ähnliche Werte, weshalb man sich zur Zusammenarbeit entschlossen habe.

Die Supraleitungsforschung des RTRI erstreckt sich auf die Materialebene; vor Ort wurden die für das Auftreten der Supraleitung erforderlichen Materialien gezeigt. Obwohl der Lineare Shinkansen bereits in die praktische Bauphase eingetreten ist, werden weiterhin Komponententechnologien verbessert, darunter verbesserte Linearmotorspulen. Toyotas Vorstandsvorsitzender Akio Toyoda hat betont, dass die Wasserstoff-Herausforderung auch ein Prozess des Aufbaus von Partnerschaften sei. Die Beteiligung des RTRI, das über weltweit führendes Wissen im Bereich Supraleitung und Eisenbahntechnologie im Mobilitätssektor verfügt, zeigt, dass Toyotas Wasserstofffahrzeug-Herausforderung über den Mobilitätssektor hinaus expandiert.
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