de.wedoany.com-Bericht: Der von der internationalen Beratungsfirma Drewry veröffentlichte Intra-Asia Container Index (IACI) stieg diese Woche um 10 % auf ein Rekordhoch von 1.114 US-Dollar pro 40-Fuß-Container.

Mit diesem Anstieg verzeichnete der Index in den letzten zwölf Wochen elf Wochen mit Zuwächsen und liegt nun mehr als doppelt so hoch wie vor dem Ausbruch des geopolitischen Konflikts, der durch die Angriffe der USA und Israels auf den Iran ausgelöst wurde.
Drewry zufolge wird dieser Anstieg durch mehrere Schlüsselfaktoren gemeinsam angetrieben, darunter eine starke regionale Nachfrage, anhaltende Hafenstaus, steigende Bunkerölpreise sowie Vorabbestellungen von Importeuren zur Sicherung der Lieferkette angesichts globaler Unsicherheiten.
Die Aufwärtsdynamik konzentriert sich hauptsächlich auf die Routen, die China mit Südasien und Südostasien verbinden. Die Spotfracht von Shanghai nach Jawaharlal Nehru Port (Indien) stieg um 35 % auf 2.367 US-Dollar pro 40-Fuß-Container; die Fracht von Shanghai nach Laem Chabang (Thailand) stieg um 15 % auf 1.277 US-Dollar.
Dieser Druck resultiert direkt aus der Entscheidung westlicher Verlader (BCOs), ihre Weihnachtsware vorzeitig zu versenden. Drewry erklärte, dass mehrere Quellen bestätigen, dass die Transportsaison ungewöhnlich früh begonnen habe, was den Fluss von Komponenten und Halbfertigwaren in Asien beschleunige, um Betriebsunterbrechungen zu vermeiden.
Im Gegensatz dazu zeigen die Rückrouten von Südostasien nach China eine schwächere Entwicklung. Die Fracht von Laem Chabang nach Shanghai und von Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) nach Shanghai fiel jeweils um 7 % auf 232 US-Dollar bzw. 65 US-Dollar pro Container.
Das Logistik-Ökosystem ist weiterhin stark von den Spannungen im Nahen Osten betroffen; steigende Bunkerzuschläge und höhere Bunkerölpreise treiben die Frachtraten weiter in die Höhe. Die Beratungsfirma fügte hinzu, dass diese Situation nicht nur den Transport, sondern auch die Fertigungsindustrie betreffe. Der chinesische Einkaufsmanagerindex (PMI) für Materialpreise bleibe mit 60,5 auf einem hohen Niveau, was auf einen kontinuierlichen Anstieg der Rohstoffkosten seit Ausbruch des Konflikts hindeute.
Angesichts von Kapazitätsengpässen und Hafenstaus erwarten Analysten von Drewry, dass die Frachtraten in den kommenden Wochen weiter steigen werden. Um auf die Marktdynamik zu reagieren und die Konnektivität zu verbessern, kündigte Cosco Shipping Lines an, Anfang Juni einen neuen Dienst „SEI2“ einzuführen, der Südchina, Nordvietnam und Westindien verbindet. Die Route wird Häfen wie Qinzhou, Yangpu, Haiphong, Singapur, Mundra und Hongkong anlaufen und schnellere Transitzeiten sowie wichtige Direktverbindungen wie von Qinzhou nach Mundra bieten.
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