de.wedoany.com-Bericht: Beyond Gravity hat eine elektrische Antriebsausrichtungsmechanik der nächsten Generation für Kleinsatelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen vorgestellt, die APPMAX2-XS. Diese zweiachsige Mechanik wurde entwickelt, um Gewicht zu reduzieren, die Lieferzeiten zu verkürzen und den Integrationsprozess zu vereinfachen, um den Anforderungen von Kleinsatellitenkonstellationen an Flexibilität und Kosteneffizienz gerecht zu werden.

Die APPMAX2-XS gehört zur etablierten APPMAX-Serie (Advanced Electric Propulsion Pointing Mechanism) von Beyond Gravity. Die Mechanik verwendet kommerziell verfügbare Komponenten und industrielle Fertigungsprozesse, um Skalierbarkeit und Kostenkontrolle zu erreichen. Ihr Design vereint kompakte Bauweise mit Gewichtseffizienz und ist mit verschiedenen elektrischen Antriebssystemen kompatibel. Das Produkt wurde erstmals am 3. Juni auf der Space Tech Expo USA in Anaheim, Kalifornien, der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die APPMAX2-XS wiegt weniger als sieben Kilogramm und die Zeit von der Bestellung bis zur Auslieferung beträgt weniger als sechs Monate. Das Einsatzspektrum der Mechanik umfasst die Schubvektorsteuerung von kleinen Raumfahrzeugen sowie die Ausrichtung optischer Nutzlasten; die Auslieferung wird voraussichtlich ab 2027 möglich sein. Durch die Optimierung der Schubausrichtung kann die APPMAX2-XS Treibstoffverschwendung deutlich reduzieren. Wolfgang Pawlinetz, Vizepräsident für Wärmemanagement und Mechanik bei Beyond Gravity, erklärte, dass die Mechanik niedrige Kosten mit kurzen Lieferzeiten verbinde und sich daher für das flexible Zeitalter kleiner Raumfahrzeuge in niedrigen Erdumlaufbahnen eigne. Dominik Inschlag, Direktor für Marketing und Vertrieb, wies darauf hin, dass die Mechanik als Wegbereiter für New Space betrachtet werden könne; schnelle Verfügbarkeit, geringes Gewicht und wettbewerbsfähige Kosten seien entscheidende Faktoren für Betreiber von Konstellationen. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen ein großes Potenzial für diese Mechanik in Europa und den USA sehe. Darüber hinaus könne der Einsatz einer elektrischen Antriebsausrichtungsmechanik die Lebensdauer eines Satelliten um bis zu zwei Jahre verlängern und sei für hohe Schubmassen die kosteneffizienteste Lösung. Herkömmliche Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen verwenden oft fest installierte Triebwerke, die bei Lageregelungsmanövern zu Ineffizienzen führen können.
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