Montenegros CEDIS erhält 290.000 Euro Zuschuss und unterzeichnet Netzausbauabkommen
2026-06-09 09:36
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de.wedoany.com-Bericht: Der montenegrinische Stromverteilnetzbetreiber CEDIS hat mit der Agence Française de Développement (AFD) und der EDF International Networks eine dreiseitige Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. An der Unterzeichnungszeremonie nahmen der französische Präsident Emmanuel Macron und der montenegrinische Premierminister Milojko Spajić teil. Der Vertrag wurde in Tivat geschlossen, wo am selben Tag der EU-Westbalkan-Gipfel stattfand.

Montenegros CEDIS unterzeichnet mit der französischen Entwicklungsagentur (AFD) und der Électricité de France (EDF) eine Vereinbarung zur Stromverteilung; anwesend sind Spajić, Macron, Šahmanović und Ivanović

Laut einer Mitteilung von CEDIS handelt es sich bei dieser Zusammenarbeit um eine strategische technische Partnerschaft, die darauf abzielt, das montenegrinische Verteilnetz zu modernisieren und die Energiewendefähigkeit zu stärken. Im Rahmen der Vereinbarung erhält CEDIS einen Zuschuss in Höhe von 290.000 Euro zur Vorbereitung künftiger Investitionen. Der Zuschuss wurde im Rahmen des technischen Hilfsprogramms FEXTE der AFD unterzeichnet. Gleichzeitig prüft die AFD die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung für Investitionen in Umspannwerke von CEDIS, darunter die Modernisierung von sechs 35-kV-Umspannwerken sowie die Modernisierung von 10/0,4-kV-Umspannwerken.

Durch die Kooperation kann CEDIS auf die Erfahrungen der Électricité de France (EDF Group) im Management von Verteilnetzen zurückgreifen, mit Schwerpunkt auf Netzdigitalisierung, Netzplanung, Investitionsoptimierung, Integration erneuerbarer Energien und Angleichung an EU-Energiestandards. Die Umsetzung umfasst gemeinsame Bewertungen des bestehenden Verteilnetzes durch Expertenteams, die Erarbeitung von Empfehlungen zur digitalen Transformation des Systems sowie die Unterstützung bei der Erstellung langfristiger Investitionspläne.

Die AFD hat zuvor mit Unternehmen in Montenegro und anderen westlichen Balkanstaaten zusammengearbeitet, darunter Albanien, Nordmazedonien und Serbien. Auch EDF führt lokale Kooperationsprojekte in Kroatien, Montenegro und Serbien durch. Der Vorstandsvorsitzende von CEDIS, Vladimir Ivanović, erklärte, dass die Zusammenarbeit mit einem der führenden Energieunternehmen Europas dem Unternehmen helfen werde, seine fachlichen und technischen Fähigkeiten zu verbessern, die Netzplanung zu optimieren und die Voraussetzungen für eine stärkere Integration erneuerbarer Energien zu schaffen.

Der stellvertretende Generaldirektor der AFD, Bertrand Walckenaer, betonte, dass diese Vereinbarung ein konkretes Beispiel für die praktische Unterstützung sei, die die AFD Ländern biete, die der EU beitreten möchten. Der Vorstandsvorsitzende von EDF International Networks (EDF IN), Sébastien Ruiz, wies darauf hin, dass die Energiewende in Montenegro sowohl Weitsicht als auch technisches Fachwissen erfordere – beides werde durch diese Zusammenarbeit bereitgestellt. Der Minister für Energie und Bergbau, Admir Šahmanović, erklärte, dass die Zusammenarbeit mit AFD und EDF zeige, dass Montenegro auf dem Weg zu Modernisierung, europäischen Standards und langfristiger Energiesicherheit sei.

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