de.wedoany.com-Bericht: Peru steht im globalen Wettlauf um kritische Mineralien für die Energiewende vor Chancen und Herausforderungen und muss diese Themen in die nationale Agenda sowie langfristige Planungsinstrumente wie die „Nationale Multisektorale Bergbaupolitik bis 2050“ (Política Nacional Multisectorial de Minería al 2050) integrieren. Dies ist die Ansicht von Darío Zegarra, Vizepräsident des Weltbergbaukongresses 2026 und ehemaliger Präsident des peruanischen Ingenieurverbands für Bergbau, in seiner Grundsatzrede mit dem Titel „Auf dem Weg zum WMC – Kritische Mineralien und Energiewende: Perus strategische Rolle in der neuen globalen Wirtschaft“.

Zegarra warnte in seiner Rede, dass Peru eine einzigartige Gelegenheit habe, seinen eigenen Weg zur globalen Energiewende zu gestalten, aber zunächst die Prioritäten bei der Erschließung kritischer Mineralien festlegen müsse. Er erklärte, dass Peru bereits an internationalen Initiativen zur sicheren Versorgung mit kritischen Mineralien teilnehme und über ein enormes geologisches Potenzial verfüge, jedoch noch keine Diskussionen im Bereich der öffentlichen Politik stattgefunden hätten. Als Beispiel führte er an, dass andere lateinamerikanische Länder bereits konkrete Maßnahmen ergriffen hätten: Chile habe eine nationale Strategie für kritische Mineralien entwickelt und in seine wirtschaftliche Entwicklungsvision integriert, Argentinien ziehe mit Maßnahmen wie dem „Großinvestitionsförderungssystem“ Bergbauinvestitionen an und konzentriere sich auf Kupfer und Lithium, Brasilien lege den Schwerpunkt auf kritische Mineralien und Seltene Erden, und Mexiko stelle Lithium in den Mittelpunkt seiner Bergbaupolitik. Zegarra ist der Ansicht, dass Perus Herausforderung darin bestehe, gleichzeitig zwei Bereiche voranzutreiben: die Stärkung der öffentlichen Politik zur Steigerung der nationalen Wettbewerbsfähigkeit sowie die Förderung einer breiteren Diskussion über kritische Mineralien im Privatsektor und in der Wissenschaft. Er betonte, dass die künftige „Nationale Multisektorale Bergbaupolitik bis 2050“ eine Gelegenheit bieten sollte, eine strategische Vision für diese Ressourcen und ihre Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes zu integrieren, die Bereiche wie Wettbewerbsfähigkeit, Genehmigungen, Wertschöpfungsketten, Investitionsanreize und öffentlich-private Zusammenarbeit umfasst.
Javier Aguilar, leitender Bergbauspezialist der Weltbank, wies auf der Konferenz darauf hin, dass Kupfer weiterhin ein kritisches Mineral für die globale Energiewende sei und Perus größte Herausforderung darin bestehe, das Projektportfolio und neue Entdeckungen zu erweitern. Er betonte, dass Peru die Exploration durch verbesserte Investitionsbedingungen, hochwertige geologische Informationen und ein wettbewerbsfähiges Umfeld fördern müsse, um mit einem soliden Projektportfolio, gemessenen Ressourcen und Reserven zu den kritischen Mineralien zu zählen. Er erklärte, dass der Schlüssel darin liege, die Exploration zu verstärken, neue Investitionen anzuziehen und bedeutende Entdeckungen zu erzielen, um Perus Rolle in der neuen globalen Wirtschaft zu festigen.
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