de.wedoany.com-Bericht: Das Unternehmen Thea Energy, das sich der Kommerzialisierung der Stellarator-Technologie widmet, gab am 8. Juni bekannt, dass es mit NVIDIA, Synopsys, dem Argonne National Laboratory (ANL) und dem Princeton Plasma Physics Laboratory (PPPL) zusammenarbeiten wird, um einen digitalen Zwilling des ersten Stellarator-Fusionsumspannwerks „Helios" zu erstellen und so die Entwicklung der Fusionsenergie mithilfe von Künstlicher Intelligenz zu beschleunigen.
Diese Zusammenarbeit steht im Einklang mit den Zielen der „Genesis Mission" des US-Energieministeriums, die darauf abzielt, die Entwicklung von Grundlast-Fusionsenergie durch Künstliche Intelligenz zu beschleunigen. NVIDIA wird die Omniverse-Plattform nutzen, um die Modelle, Codes und realen Daten von Thea Energy in den digitalen Zwilling zu integrieren; Synopsys wird Multiphysik-Simulationssoftware bereitstellen, um Daten zu integrieren und Brutblanket-Systeme zu bewerten; ANL wird Fachwissen in der Neutronenanalyse und im Blanket-Design beisteuern; PPPL wird Plasmamodellierungs- und hochgenaue Simulationscodes bereitstellen.
David Gates, Mitbegründer und Chief Technology Officer von Thea Energy, erklärte, dass die Verbindung von Simulationsdaten mit tatsächlichen Betriebsdaten durch Künstliche Intelligenz es ermögliche, digitale Zwillinge kostengünstiger und schneller als mit herkömmlichen Modellen zu erstellen, die Entwicklungszyklen zu verkürzen und das System sogar vor Baubeginn betreiben zu können. Das Unternehmen plant, bis 2035 eine bedarfsgerechte Fusionsenergieversorgung zu erreichen, und das Kraftwerk Helios soll in den 2030er Jahren den Betrieb aufnehmen.
Thea Energy wurde 2022 von der Princeton University und dem Princeton Plasma Physics Laboratory ausgegründet und konzentriert sich auf die Kommerzialisierung der planaren Spulen-Stellarator-Architektur. Das Unternehmen hat bereits die erste Förderung des „Milestone-Based Fusion Development Program" des US-Energieministeriums sowie sechs INFUSE-Auszeichnungen erhalten.
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