Deutsch-niederländisches Unternehmen bringt Trägersystem für Schwerlast-Schienenverkehr auf den Markt
2026-06-09 16:01
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de.wedoany.com-Bericht: Deutschland TX Logistik und das niederländische Schwertransportunternehmen Van der Vlist Logistics haben gemeinsam ein neuartiges Trägersystem entwickelt, das den Transport von Ingenieurgütern im regulären kombinierten Verkehrsbetrieb ermöglicht, ohne auf spezielle Schwerlastzüge angewiesen zu sein.

Das System wurde erstmals auf der regelmäßigen Kombiverkehrs-Korridorstrecke Rostock–Verona von TX Logistik eingesetzt, um zwei Hubarbeitsbühnen zu transportieren, die im Terminal Quadrante Europa verladen wurden. Diese Sendung erforderte keine maßgeschneiderten Schwerlastrouten sowie separate technische und streckenbezogene Genehmigungen, sondern wurde über einen standardisierten Kombiverkehrsdienst befördert. Dieser Dienst verkehrt mit bis zu acht Hin- und Rückfahrten pro Woche und bietet Anschluss an den Kombiverkehr nach Skandinavien.

Kern des Konzepts ist das von Van der Vlist entwickelte Trägersystem, das nahtlos in den Huckepack-Verkehrsablauf integriert werden kann. Dieses System ermöglicht es, übergroße Bau- und Landmaschinen, die über die Containerabmessungen hinausgehen, sicher auf Standard-Schienengüterwagen zu fixieren, während die Kompatibilität mit den bestehenden Umschlagprozessen des Kombiverkehrs erhalten bleibt. Beide Unternehmen betonen, dass dies die Abhängigkeit von speziellen Wagenkonfigurationen und einmaligen Zugbildungen erheblich reduziert, die traditionell die Attraktivität der Schiene für Schwerlastgüter eingeschränkt haben.

Sabrina De Fillipis, CEO von FS Logistix, erklärte, dass die Kombination der technischen Lösungen beider Unternehmen den Kunden für grenzüberschreitende Transporte eine „robuste, skalierbare Schienenlösung bietet, die die Planung vereinfacht“. Ein weiterer betrieblicher Vorteil liegt im regulatorischen Rahmen, der diesen Dienst unterstützt. TX Logistik hat in Abstimmung mit DB InfraGo die Genehmigung für den Transport innerhalb eines übergroßen Kombiverkehrsprofils erhalten, was den Transport von Gütern mit einer Breite von bis zu 2990 mm unter der Lademaßgrenze P400 ermöglicht. Dies macht separate Streckengenehmigungen für jede einzelne Sendung überflüssig, verkürzt die Planungsvorlaufzeiten und erhöht die betriebliche Flexibilität bei Netzstörungen.

Beide Unternehmen heben zudem hervor, dass das neue Modell im Vergleich zu herkömmlichen Spezialzügen, die in der Regel auf festgelegten Routen verkehren, eine höhere Resilienz bietet. Im neuen Modell können die Güter innerhalb des Kombiverkehrsnetzes umgeleitet werden, ohne einen neuen Genehmigungszyklus auszulösen. Martin van Dam, Geschäftsführer von Van der Vlist, sagte: „Mit diesem innovativen System haben wir einen weiteren Meilenstein für Schienenlösungen erreicht.“

Bei der Pilotbeförderung wurden die Hubarbeitsbühnen von Rostock per Fähre nach Trelleborg und anschließend auf der Straße zum endgültigen Bestimmungsort in Mittelschweden transportiert. TX Logistik und Van der Vlist gaben an, dass die technische Machbarkeit einer Expansion nach Schweden bestätigt wurde und die Erweiterung auf weitere Korridore in Europa derzeit geprüft wird.

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