de.wedoany.com-Bericht: Der litauische Hafen Klaipėda (Klaipėda Port) hat die erste Produktions- und Tankstelle für grünen Wasserstoff des Landes in Betrieb genommen. Diese Anlage wird grünen Wasserstoff für Pkw, schwere Lkw, Schiffe und Hafenbetriebe liefern, um die Entwicklung eines emissionsarmen Verkehrsökosystems zu unterstützen.

Algis Latakas, Direktor der Hafenbehörde Klaipėda, erklärte, dass grüner Wasserstoff vor einigen Jahren noch eine Vision für den Hafen war, diese Anlage nun jedoch in Betrieb genommen wurde und ein neues Kapitel für die Energiewende des Landes schreibt.
Das Projekt wurde 2023 gestartet, die Bauarbeiten begannen im Sommer 2025, die Hauptausrüstung traf im Oktober 2025 ein, und im April 2026 wurde der erste grüne Wasserstoff produziert. Die Tankstelle nutzt einen PEM-Elektrolyseur (Polymerelektrolytmembran) zur Wasserstoffproduktion und kann bei Volllast etwa 127 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr erzeugen.
Die Hafenbehörde Klaipėda wird etwa 25 % der vor Ort produzierten Wasserstoffmenge für den eigenen Betrieb verwenden. Ein wasserstoffbetriebenes Müllsammelschiff wird bald im Hafen eingesetzt, und die Behörde hat ihrer Flotte einen wasserstoffbetriebenen Toyota Mirai (Toyota Mirai) hinzugefügt. Die Hafenbehörde erklärte, dass diese Investitionen ihr Engagement für die Erprobung und Einführung sauberer Technologien unter realen Betriebsbedingungen demonstrieren.
Die Anlage wird als offene Infrastruktur betrieben und dient der breiteren Verkehrs- und Logistikbranche. Die Hafenbehörde Klaipėda arbeitet mit der LTG Group (LTG Group), der Klaipėda Stevedoring Company BEGA (Klaipėda Stevedoring Company BEGA) und Volvo Lietuva (Volvo Lietuva) zusammen, um die Anwendung von Wasserstoff im Straßengüterverkehr, im Eisenbahnbetrieb und in Hafenaktivitäten zu erkunden. Die kommerzielle Wasserstoffversorgung wird voraussichtlich im Herbst 2026 beginnen.
Das Projekt ist Teil des „Next Generation Lithuania Economic Recovery and Resilience Plan“ (Wirtschaftsaufbau- und Resilienzplan für das nächste Litauen) und wird durch das EU-Programm NextGenerationEU finanziert. Die Gesamtinvestitionen für die Wasserstoffproduktions- und Tankstelle belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro, wovon die EU etwa 6 Millionen Euro beisteuert. Die Unternehmen Inžinerinis projektavimas, MT Group (MT Group) und Gevalda haben die Projektlieferung übernommen.
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