de.wedoany.com-Bericht: Die Londoner Verkehrsbetriebe (Transport for London) haben ein Bauprojekt für zwei 1,5 Kilometer lange Tunnel unter der Themse vorgestellt, das Teil ihres geplanten Erweiterungsprojekts der Docklands Light Railway (DLR) ist. Die Behörde hat eine öffentliche Konsultation zu den Bauplänen für die Strecke eingeleitet, die Beckton Riverside mit Thamesmead verbinden soll.
Nach den Plänen wird das Projekt voraussichtlich fünf Jahre dauern und Arbeiten im Flussbett sowie an beiden Ufern umfassen. Zu den konkreten Maßnahmen gehören Tunnelvortrieb, offene Baugruben für Tunnel, Brückenbau, Bahnhofsarbeiten, Umlegung von Versorgungsleitungen und Installation des Schienensystems. Für jede Fahrtrichtung wird ein eigener Vortriebstunnel gebaut, die durch Querschläge verbunden werden, um Evakuierungen im Notfall zu ermöglichen. In den Bereichen, in denen die Eisenbahn an beiden Ufern der Themse nahe der Oberfläche verläuft, werden Tunnel in offener Bauweise errichtet.
In Beckton Riverside wird Transport for London einen Startschacht errichten, um die Tunnelvortriebsmaschine zu montieren und den Vortrieb zu starten. Dieser Schacht wird später als dauerhafter Notzugang und Evakuierungspunkt dienen, und darüber wird ein in der Regel zweistöckiges Schachtgebäude errichtet. Das Schachtgebäude wird Lüftungs-, Elektro- und Wartungsanlagen enthalten. Am Südufer der Themse in Thamesmead wird ein Tunnelzielschacht eingerichtet. Nach Abschluss des ersten Vortriebs erreicht die Tunnelvortriebsmaschine diesen Schacht, dreht dann um und startet erneut, um den zweiten Tunnel zu graben. Dieser Schacht bleibt auch nach Inbetriebnahme der Eisenbahn als dauerhafter Notzugang erhalten.
Zur Unterstützung der DLR-Drehscheibe, der Bahnhöfe, der Brücken und der Tunnelarbeiten sind in Beckton Riverside vier Baustellen erforderlich. In Thamesmead sind zwei Baustellen für den Bau des Hochbahnsteigs, der Brücken und des Zielschachts erforderlich. Die Bauarbeiten beginnen mit der Räumung des Geländes, der Errichtung temporärer Einrichtungen und der Umlegung von Versorgungsleitungen, gefolgt von Pfahlgründungen, Bahnhofsfundamenten, Brückenstützen und Schachtarbeiten. In späteren Phasen werden die Haupttunnelarbeiten, der Bau der beiden Bahnhöfe, die Gleisverlegung sowie die Installation von Strom-, Signal- und Telekommunikationsanlagen durchgeführt. Die Verlängerungsstrecke muss auch in die bestehende DLR-Strecke nördlich der Station Gallions Reach integriert werden.

Transport for London gab an, dass die Bauarbeiten den Transport großer Mengen Aushub, Beton, Stahl und Tübbinge umfassen werden. Die Behörde erwägt den Transport von Materialien auf der Straße, dem Wasserweg und der Schiene, geht in ihrer Umweltverträglichkeitsprüfung jedoch davon aus, dass sämtliche Materialien auf der Straße transportiert werden. Darüber hinaus wird ein „Entwurf der Bauvorschriften" Regelungen zu Arbeitszeiten, Lärm, Vibrationen, Verkehrswegen, Beleuchtung und Umweltschutz enthalten. Transport for London plant, Anfang 2027 einen Antrag nach dem „Transport and Works Act Order" zu stellen. Vorbehaltlich der Finanzierung und Genehmigung könnten die Bauarbeiten vor 2029 beginnen.
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