Preise für humanoide Roboter aus China stürzen 2026 ab – ab 9.998 Yuan
2026-06-10 15:18
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de.wedoany.com-Bericht: Im Mai 2026 erlebte die chinesische Humanoide-Roboter-Branche einen drastischen Preisverfall und trat in die Phase der Massenproduktion ein. Vor einem Jahr kosteten Ingenieursprototypen noch fast eine Million Yuan, heute werden gebrauchte Roboter im Paket für nur 50.000 Yuan pro Charge verkauft, während der Neupreis auf 9.998 Yuan gesunken ist.

Daten zufolge produzierte China im Jahr 2025 etwa 15.000 humanoide Roboter, was 90 % der weltweiten Gesamtproduktion entspricht. Die extrem niedrigen Preise haben die Aufmerksamkeit internationaler Medien erregt, die glauben, dass der Preisvorteil chinesischer humanoider Roboter die globale Wettbewerbslandschaft in der Fertigungsindustrie verändern könnte.

Der Preisverfall begann gleichzeitig bei Konsum- und Industrierobotern. Das Jahr 2026 gilt als das erste Jahr der Massenproduktion humanoider Roboter in China, wobei die Lokalisierungsrate der Lieferkette 90 % erreicht hat. Unternehmen wie UBTECH, Fourier und Unitree liefern große Stückzahlen aus und beendeten damit die Preisinversion auf dem Gebrauchtmarkt von 2025. Der Unitree G1 kostet ab 85.000 Yuan, der R1 Air ab 29.900 Yuan; der Accelerated Evolution K1 ist im Aktionsangebot für 29.900 Yuan erhältlich; UBTECH-Produkte beginnen bei 128.000 Yuan; der Songyan Power Bumi ist bereits ab 9.998 Yuan erhältlich. Der Industrieroboter Star Dust Intelligence T1 startet bei 89.900 Yuan und fällt damit erstmals unter die 100.000-Yuan-Marke.

Auch der Gebrauchtmarkt verzeichnete massive Rückgänge. Ältere Prototypen aus den Jahren 2024 und 2025, wie die frühe Forschungsversion des Unitree H1 oder der Fourier GR-1, deren Neupreis zwischen 300.000 und 800.000 Yuan lag, werden nun auf dem Gebrauchtmarkt für 30.000 bis 60.000 Yuan gehandelt. Aufgrund der ausreichenden Produktionskapazitäten der diesjährigen Hauptmodelle verkürzt sich die Lieferzeit auf unter 7 Tage, und die Gebrauchtpreise liegen in der Regel bei 60 bis 70 % des Neupreises. Auch die Mietpreise sind gesunken, von maximal 10.000 Yuan pro Tag im Jahr 2025 auf 800 bis 1.500 Yuan.

Die Hauptgründe für den Preisverfall sind vierfach. Erstens die Nutzung gemeinsamer Lieferketten: Humanoide Roboter übernehmen direkt die Motoren aus der New Energy Vehicle-Industrie sowie die Sensor- und Rechenkomponenten aus der Unterhaltungselektronik. Die Materialkosten für das Basismodell des Unitree G1 betragen nur 41.600 Yuan, wobei die Kernkomponenten (Gelenke) 27.500 Yuan ausmachen; selbst nach Preissenkungen liegt die Bruttomarge noch bei etwa 40 %. Zweitens stieg die Substitutionsrate durch inländische Kernkomponenten auf 75 % bis 90 %. Reduziergetriebe, Servosysteme und Steuerungen machen zusammen über 70 % der Gesamtkosten aus, während die Kosten für Hohlwellenmotoren auf unter 1.000 Yuan gesunken sind. Von Tesla veröffentlichte Daten zeigen, dass die Materialkosten für einen Roboter ohne chinesische Lieferkette bis zu 131.000 US-Dollar betragen, während sie mit chinesischer Lieferkette auf 46.000 US-Dollar gesenkt werden können.

Drittens der Skaleneffekt. Im Jahr 2025 betrug der chinesische Auslieferungsumfang 14.400 Einheiten, wobei Unitree allein über 5.500 Einheiten auslieferte und damit weltweit führend war. Für 2026 wird eine Produktion von 100.000 bis 200.000 Einheiten erwartet. Viertens das strategische Downgrading der Technik: Preisgünstige Modelle verzichten auf die Fähigkeit, extremen Industrieumgebungen standzuhalten, die einarmige Last ist auf etwa 2 kg begrenzt, die Akkulaufzeit beträgt 1 bis 2 Stunden. Unternehmen sind der Ansicht, dass Hardware zunehmend zum Standardprodukt wird und die eigentliche Barriere in großen Modellen und selbst entwickelten Algorithmen liegt; Preissenkungen ermöglichen es, die Produkte in reale Szenarien zu bringen, um Trainingsdaten zu sammeln.

Der grundlegende Grund für den massiven Preisverfall humanoider Roboter aus China liegt in den Fundamenten der chinesischen Fertigungsindustrie: Die Nutzung gemeinsamer Lieferketten über Branchen hinweg in Kombination mit einer hohen Lokalisierungsrate drückt die Kosten auf das Niveau gewöhnlicher großer Haushaltsgeräte. Bereits 2023 forderte das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie ausdrücklich, dass China bis 2025 die Massenproduktion humanoider Roboter erreichen und sie bis 2027 zu einem neuen Motor des Wirtschaftswachstums machen solle. Daten der International Federation of Robotics vom Mai zeigen, dass der Bestand an Industrierobotern in der chinesischen Fertigungsindustrie bei etwa 2 Millionen Einheiten liegt, etwa dem 4,5-fachen Japans. Ding Han, Akademiemitglied der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und Direktor des Akademischen Ausschusses der Huazhong-Universität für Wissenschaft und Technologie, erklärte öffentlich, dass KI in der Vergangenheit Informationen wie Texte und Dokumente verarbeitet habe, nun aber in die reale physische Welt eintreten müsse – dies sei ein Paradigmenwechsel der KI vom Virtuellen zum Realen. Was das externe Umfeld betrifft, so haben US-Abgeordnete im März einen überparteilichen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Bundesbehörden aus Sicherheitsgründen die Nutzung in China hergestellter humanoider Roboter verbieten soll. Von fast einer Million Yuan auf unter 10.000 Yuan – chinesische humanoide Roboter haben den Preisverfall in nur einem Jahr vollzogen. Die Schlüsselfaktoren sind die Substitution von Kernkomponenten durch inländische Produkte und die industrielle Zusammenarbeit.

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