MOL standardisiert Schiffs-IT-Systeme zur Stärkung von Sicherheit und digitalem Betrieb
2026-06-10 16:19
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de.wedoany.com-Bericht: Die japanische Reederei Mitsui O.S.K. Lines (MOL) hat einen neuen gemeinsamen Standard für die Spezifikationen ihrer bordeigenen Informationstechnologie-Ausrüstung und -Systeme festgelegt, um die digitale Transformationsstrategie des Unternehmens voranzutreiben.

Die japanische Schifffahrtsgruppe gab an, dass diese Standards bereits in der Entwurfsphase künftiger Neubauten berücksichtigt und schrittweise auf die bestehende Flotte ausgeweitet werden. Diese Maßnahme ist Teil des MOL-eigenen Programms DX Action 2.0, das wiederum zum zweiten Managementplan BLUE ACTION 2035 gehört.

Bordgestützte IT-Systeme unterschieden sich seit langem erheblich je nach Schiffstyp, Werft und Managementunternehmen. Diese Unterschiede, die zwar aus praktischen Anforderungen resultierten, führten bei der flottenweiten Einführung neuer digitaler Lösungen zu betrieblichen Herausforderungen.

MOL wies darauf hin, dass bei jeder Einführung eines neuen Systems in der Regel schiffsweise Machbarkeitsstudien erforderlich seien, was die Implementierungsgeschwindigkeit verlangsame und die Effizienz des Technologieeinsatzes einschränke.

Die Standardisierungsinitiative zielt darauf ab, eine gemeinsame digitale Plattform für die gesamte Flotte aufzubauen, was im Wesentlichen dem Ersatz mehrerer Betriebssysteme durch einen gemeinsamen Rahmen entspricht, sodass Anwendungen schneller und einheitlicher bereitgestellt werden können.

Laut Unternehmensangaben wird die standardisierte Infrastruktur einen breiteren Einsatz von Künstlicher Intelligenz und digitalen Technologien an Bord unterstützen und gleichzeitig die Cybersicherheitsabwehr stärken.

Eine einheitlichere IT-Umgebung dürfte die Erfassung und Nutzung von Schiffsdaten verbessern, was wiederum operative Entscheidungen optimiert und die Sicherheit des Schiffsbetriebs erhöht.

MOL erklärte, dass das Programm darauf abziele, die Arbeitsbedingungen der Seeleute zu verbessern, indem digitale Werkzeuge an Bord benutzerfreundlicher und zugänglicher gestaltet würden.

Das Unternehmen ist der Ansicht, dass eine gemeinsame bordeigene digitale Umgebung die Komplexität für die Besatzung verringern und gleichzeitig ein effizienteres Schiffsmanagement unterstützen könne.

Da Reedereien zunehmend Anwendungen Künstlicher Intelligenz, vorausschauende Wartungstools und datenbasierte Betriebssysteme erkunden, wird die Flottenstandardisierung zu einer zentralen Anforderung. Mit dieser Ausweitung möchte MOL die digitale Nutzung in ihrer Flotte beschleunigen und gleichzeitig die Branche hin zu einem sichereren und stärker vernetzten Schiffsbetrieb führen.

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