de.wedoany.com-Bericht: Das Robotaxi-Unternehmen Waymo hat angekündigt, dass die ausgemusterten Antriebsbatterien seiner Fahrzeugflotte nicht mehr in Recyclingzentren geschickt, sondern zur Unterstützung des Stromnetzes wiederverwendet werden. Waymo erklärte, dass diese großen, schweren und energieintensiven Batterien nach dem Ende ihrer Lebensdauer durch eine Partnerschaft mit B2U Storage Solutions zur Speicherung sauberer Energie genutzt werden. Ziel ist nicht eine einmalige Umsetzung, sondern der Aufbau eines Energiespeichersystems in Netzgröße.
Adam Lenz, Leiter für Nachhaltigkeit und Umwelt bei Waymo, wies darauf hin, dass die gemeinsame Elektrofahrzeugflotte enorme Chancen biete, das Wachstum sauberer Energie im Stromnetz zu unterstützen und gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft zu erweitern. Er betonte, dass es wichtig sei, dass diese Batterien auch nach ihrer Ausmusterung weiterhin wirtschaftlichen und ökologischen Wert bieten.
Waymo gab an, dass das Programm mit Solarenergie kombiniert werde. Die Batterien sollen hauptsächlich dazu dienen, überschüssige Energie aus Spitzenzeiten – wenn die Sonne mittags am höchsten steht – zu speichern und diese dann während der abendlichen Spitzenlastzeiten zu verteilen. Waymo erklärte, dass dieser Prozess im Wesentlichen „Plug-and-Play" sei: Die Batterien stammen aus Fahrzeugen und könnten innerhalb weniger Tage speicherfähig sein und ans Netz angeschlossen werden.
Die ersten Einsätze werden in Texas und Kalifornien stattfinden, zwei Bundesstaaten mit großem Bedarf an Netzunterstützung, die auch Standorte der Waymo-Flotte sind. Der Mitbewerber, der Automobilhersteller General Motors (GM), gab kürzlich ebenfalls bekannt, dass er verschiedene Batteriechemien für unterschiedliche Anwendungen erweitert, insbesondere zur Verbesserung der Fahrzeug-zu-Netz-Konnektivität. Der Automobilhersteller möchte das Wachstum der KI-Rechenzentren nutzen und seine Batterien einsetzen, um den Druck auf die nationalen Versorgungsunternehmen zu verringern.
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