Australisches Forschungsteam veröffentlicht im Juli 2026 die 68. Ausgabe der Solarzellen-Effizienztabelle
2026-06-11 10:36
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de.wedoany.com-Bericht: Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Professor Martin Green von der University of New South Wales (UNSW) in Australien hat die 68. Ausgabe der „Solarzellen-Effizienztabelle“ im Journal Joule veröffentlicht. Green teilte pv magazine mit, dass diese Ausgabe im Juli 2026 als Open-Access-Veröffentlichung erscheinen wird, halbjährlich erscheint und weiterhin in den regulären Januar- und Juli-Ausgaben von Joule veröffentlicht wird. Die Autoren freuen sich über den Zugang zu einem breiteren Publikum und das anhaltende Wachstum der Photovoltaik-Community.

Die 68. Ausgabe berichtet über 21 neue Ergebnisse. Zwei der bemerkenswertesten sind neue Rekorde für großflächige Siliziumzellen und -module: Die von Longi hergestellte 140 cm² große Zelle erreicht einen Wirkungsgrad von 28,1 %, und das 1,9 m² große verkapselte Modul erreicht 26,4 %. Beide Rekorde wurden unter abgeschatteten Bedingungen gemessen, bei denen die Kanten der Zellen und Module abgedeckt werden. Green betont, dass die Abschattung bei Modulen eine künstliche Verkleinerung des Randisolationsbereichs oder der Rahmenstärke vermeidet; bei Zellen ermöglicht die Abschattung einen direkteren Vergleich mit anderen Technologien. Bei Vergleichen mit Siliziumzellen, die mit anderen Methoden hergestellt wurden, ist jedoch die nicht abgeschattete „Gesamtflächen“-Messung sinnvoller. Eine weitere Longi-Zelle erreichte bei nicht abgeschatteter Messung einen Wirkungsgrad von 27,8 %, was ebenfalls ein neuer Rekord für diese Art der „Gesamtflächen“-Messung ist.

Ein weiteres interessantes neues Ergebnis ist eine extrem kleine (0,05 cm²) Bleihalogenid-Perowskit-Solarzelle der Hainan-Universität mit einem Wirkungsgrad von 28,0 %, die kleinste Zellgröße, die jemals in die Tabelle aufgenommen wurde. Obwohl die Fläche mehr als 2500-mal kleiner ist als die der besten Siliziumzellen, nähert sich die Leistung bereits an. Die Effizienz von Perowskit-Modulen bleibt jedoch weit hinter der von Siliziummodulen zurück: Ein von RenShine Solar hergestelltes 0,72 m² großes Modul erreicht 19,3 %, während ein in Zusammenarbeit mit der Nanjing-Universität hergestelltes Modul 22,1 % erreicht.

Auch bei Perowskit-Silizium-Tandemzellen und -Modulen wurden bedeutende Fortschritte erzielt. Die Effizienz von Longis kleinen Zellen (1 cm²) und größeren Zellen (261 cm²) stieg auf 35,2 % bzw. 34,3 %, während kleine Module (0,17 m²) und große Module (1,7 m²) Wirkungsgrade von 31,4 % bzw. 29,4 % erreichten. Darüber hinaus erreichte ein vom Fraunhofer-Institut in Zusammenarbeit mit Azur Space und temicon hergestelltes 0,08 m² großes GaInP/GaInAs/Ge-Dreifach-Tandemmodul einen Wirkungsgrad von 34,4 %, ein neuer Rekord für jedes nicht konzentrierende Modul.

Die 67. Ausgabe der Tabelle zeigte 17 neue Ergebnisse, darunter Longis Interdigitated Back Contact (IBC)-Bauelement mit einem Wirkungsgrad von 27,9 %. Die 66. Ausgabe zeigte 21 neue Ergebnisse, darunter Longis Hybrid Interdigitated Back Contact (HIBC)-Kristallsilizium-Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 27,81 %. Seit der Erstveröffentlichung im Jahr 1993 hat das Team bei allen Zellkategorien erhebliche Verbesserungen festgestellt. Zu den Teammitgliedern gehören Wissenschaftler der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission, des deutschen Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme und des Instituts für Solarenergieforschung (ISFH), des japanischen National Institute of Advanced Industrial Science and Technology sowie des US-amerikanischen National Renewable Energy Laboratory.

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