Kenya Airways plant, Flotte bis 2030 auf 60 Flugzeuge zu erweitern – beabsichtigt Kauf von Frachtgroßraumflugzeugen und E2
2026-06-11 11:38
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de.wedoany.com-Bericht: Die Kenya Airways Group plant, ihrer Flotte von vier Boeing 737F-Frachtflugzeugen einige Großraumfrachtflugzeuge hinzuzufügen und prüft derzeit die Einführung von Embraer E2-Regionaljets.

George Kamal, Interims-CEO von Kenya Airways und Vorsitzender der African Airlines Association (AFRAA), gab während der Jahreshauptversammlung der International Air Transport Association (IATA) in Rio de Janeiro bekannt, dass die Gruppe, einschließlich der Regionaltochter Jambojet, insgesamt 42 Flugzeuge betreibt. Bis 2030 soll diese Zahl auf 60 und bis 2035 auf 100 steigen.

Kamal erklärte, die Fluggesellschaft erwäge die Anschaffung von zwei oder mehr Boeing 777F zur Ergänzung der 737F-Flotte. Anzahl und genaues Modell hingen von der Verfügbarkeit gebrauchter oder geleaster Flugzeuge auf dem Markt ab. Eine zusätzliche 737-800 werde im November der Passagierflotte beitreten, die Indienststellung der ersten 737 MAX verschiebe sich jedoch aufgrund der finanziellen Lage nach Ausbruch des Iran-Krieges auf 2027. Nach einer Neubewertung des Streckennetzes könnte Kenya Airways 2027 drei 737 MAX erhalten. Die Fluggesellschaft hat insgesamt neun 737-8 bestellt, deren Auslieferung ursprünglich in diesem Jahr beginnen sollte.

Die SkyTeam-Mitgliedsfluggesellschaft betreibt zudem neun Embraer E190. Kamal zufolge führt das Unternehmen Gespräche mit Boeing über mögliche weitere 737-Bestellungen sowie mit Embraer über die E2. Das E2-Modell sehe vielversprechend aus, die Fluggesellschaft prüfe es aktiv, habe jedoch noch keinen Kauf zugesagt. Darüber hinaus sei Kenia das einzige Land in Afrika mit einem Embraer-Wartungszentrum.

Im Juli wird Kenya Airways eine an Turkish Airlines verleaste 777-300ER zurücknehmen und auf den Strecken London Heathrow und Johannesburg einsetzen. Eine zweite 777-300ER könnte ebenfalls bald zurückgegeben werden. Die Fluggesellschaft besitzt außerdem neun 787-8, von denen zwei aufgrund von Problemen mit den General Electric GEnx-Triebwerken am Boden bleiben. Kamal ist zuversichtlich, dass diese Flugzeuge bis Jahresende wieder in Betrieb genommen werden.

Trotz steigender Treibstoffpreise plant Kenya Airways, die innerafrikanischen Flüge um 20–25 % zu erhöhen und treibt den Aufbau eines zweiten Drehkreuzes in Afrika voran. Kamal erklärte, die Fluggesellschaft wolle die Anbindung an das Drehkreuz Nairobi aus verschiedenen Regionen verbessern. In Afrika entfielen üblicherweise etwa 40 % der Betriebskosten auf Treibstoff, unter den aktuellen Umständen liege dieser Anteil jedoch bei über 50 %.

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