Spanische ESA-Mission ARRAKIHS tritt in Entwicklungsphase ein, Start für 2030 geplant
2026-06-12 11:12
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de.wedoany.com-Bericht: Die neue ESA-Mission ARRAKIHS, die das „unsichtbare Universum“ erforschen soll, hat offiziell die späte Entwicklungsphase erreicht. Es ist die erste von Spanien geleitete Mission im Wissenschaftsprogramm der ESA. Die spanische Raumfahrtbehörde wird das Projekt leiten, um Regionen des Universums zu untersuchen, die mit herkömmlichen Teleskopen kaum beobachtet werden können.

Neue ESA-Mission ARRAKIHS

ARRAKIHS ist die Abkürzung für „Analysis of Resolved Remnants of Accreted galaxies as a Key Instrument for Halo Surveys“. Die Mission wurde als F2-Mission im Wissenschaftsprogramm der ESA angenommen, was bedeutet, dass alle wissenschaftlichen und technischen Machbarkeitstests bestanden wurden, die Projektdurchführbarkeit bestätigt ist und ein Starttermin festgelegt wurde. Der Start ist für 2030 geplant, ein Termin, der im Juni 2026 vom Ausschuss auf Teneriffa bestätigt wurde und Teil der Strategie des Projekts „Cosmic Vision“ ist. Die Mission wird vom spanischen Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Universitäten (Ministerio de Ciencia, Innovación y Universidades) und der spanischen Raumfahrtbehörde gefördert und von Ministerin Diana Morant bekannt gegeben. Die Klassifizierung „F“ von ARRAKIHS bedeutet, dass es sich um eines der Projekte mit kürzerer Laufzeit und geringeren Investitionen handelt, das darauf abzielt, schnell auf drängende wissenschaftliche Herausforderungen zu reagieren. Die eingesetzte Technologie wird ein von Satlantis bereitgestellter Satellit sein, der mit einem Beobachtungssystem aus zwei Paaren binokularer Teleskope ausgestattet ist – vier Kameras reichen aus, um räumliche Merkmale bei verschiedenen Wellenlängen zu erfassen.

ESA-Schwarze-Löcher-Forschung

Das Ziel der Mission ist die Erforschung der sogenannten „Regionen mit geringer Oberflächenhelligkeit“ – nahezu unsichtbare Teile des Weltraums, die von der Erde aus nicht leicht zu beobachten sind. Durch die präzise Erfassung von Sternhalos, Sternströmen und anderen Bereichen werden Wissenschaftler mehr Informationen über Dunkle Materie, heißes Gas und diffuse Sternkomponenten gewinnen, um so die Entwicklung von Galaxien und das Wachstum von Systemen wie der Milchstraße besser zu verstehen. Die ESA-Wissenschaftsdirektorin Carole Mundell bezeichnete die Mission als bahnbrechend und einzigartig für die Erforschung der Galaxiengeschichte und betonte, dass ihre schnelle Entwicklung die Flexibilität des europäischen Wissenschaftsprogramms belege.

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