de.wedoany.com-Bericht: Die Einführung molekularer Bildgebungsinformationen in interventionelle radiologische Eingriffe kann die diagnostische und therapeutische Präzision verbessern. Allerdings sind herkömmliche PET/CT-Geräte aufgrund ihrer Größe und hohen Kosten für den intraoperativen Einsatz am Krankenbett in Echtzeit kaum geeignet. Ein Forscherteam der Washington University in St. Louis hat dieses Problem erkannt und einen tragbaren Point-of-Care-PET-Scanner namens „POC-PET" entwickelt, der während interventioneller Eingriffe molekulare Bildgebungsrückmeldungen in Echtzeit liefern kann. Die Ergebnisse wurden in der Gesellschaft für Nuklearmedizin und Molekulare Bildgebung veröffentlicht.

Das neue System ist mit einem Roboterarm ausgestattet, sodass das Detektorpanel flexibel an jeder beliebigen Position platziert werden kann, um jedes interessierende Organ abzubilden und so eine intraoperative Echtzeit-Molekularbildführung zu ermöglichen. Zur Validierung seiner Praktikabilität testete das Forscherteam ein Phantom, das mit drei radioaktiven Tracer-gefüllten Stäben bestückt war, und nahm Bilder aus sechs verschiedenen Positionen auf. Nach der ersten Aufnahme wurde an jeder nachfolgenden Position eine einzelne iterative Aktualisierung durchgeführt, die dem Bediener eine Grundlage für die Entscheidung lieferte, ob das Scanprotokoll angepasst werden muss. Vergleichende Analysen zeigten, dass die auf dem Echtzeit-Aktualisierungsrahmen basierende Bildqualität mit der des herkömmlichen Rekonstruktionsrahmens vergleichbar war und die Modellstruktur aus allen Winkeln klar erkennbar war. Das Forscherteam wies darauf hin, dass eine Erhöhung der Scanwinkel und der Anzahl der Rekonstruktionsiterationen die Bildqualität weiter verbessern könnte.
Dr. Chuanyue Yuan, leitender Autor der Washington University, erklärte, dass das tragbare PET-Gerät mit Echtzeit-Bildgebungsfähigkeit die reichhaltigen Informationen der molekularen Bildgebung direkt in interventionelle radiologische Eingriffe einbringen und so Biopsiepunktionen, Tumorablationen und andere Verfahren unterstützen könne. Teammitglied Xiyan Li ist der Ansicht, dass diese neue Methode interaktive, adaptive Bildgebungsabläufe am Krankenbett besser unterstützen könne und einen Paradigmenwechsel darstelle. Derzeit bereitet das Forscherteam einen Prototyp für die Bildgebung am Menschen vor und plant, die entsprechenden Humanstudien im Jahr 2027 zu starten.
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