Der Solarentwickler Hecate Energy hat offiziell mit dem Bau der größten Solarfarm in den Vereinigten Staaten auf 10.300 Acres Land im Hanford Nuclear Reservation im Bundesstaat Washington begonnen, berichtete die New York Times. Das Projekt markiert eine neue Energiewende für die Region Hanford, einst ein Zentrum der Produktion von Atomwaffen und der Lagerung von Atommüll im Benton County.
Das Kernkraftwerk Hanford war von 1943 bis 1989 ein wichtiger Standort für die Produktion von Atomwaffen und die Entsorgung nuklearer Abfälle. Seitdem wird in dem Gebiet ein langwieriges Säuberungsprojekt durchgeführt, um sicherzustellen, dass das Land sicher genutzt werden kann. Nun hat Hecate Energy ein Grundstück erworben, das als sicher genug gilt, um dort 3,45 Millionen Photovoltaik-Module zu installieren. Diese sollen voraussichtlich zwei Gigawatt (GW) Strom erzeugen, ausreichend, um in etwa alle Haushalte in Seattle, San Francisco und Denver mit Strom zu versorgen.
Die Gesamtinvestition in das Projekt beträgt 4 Milliarden US-Dollar. Neben Solarstromerzeugungsanlagen umfasst es auch ein 2-GW-Batteriespeichersystem. Wenn alles gut geht, wird das Projekt größer sein als der derzeit größte Solarpark in den USA, die 802 Megawatt starke Copper Mountain Solar Farm in Nevada.
Allerdings beobachten die Unterstützer des Projekts auch aufmerksam, ob Präsident Trump eingreifen und die Durchführung des Projekts stoppen wird. Die Trump-Regierung hat den Ausbau der Offshore-Windenergie schon zu Beginn ihrer Amtszeit gestoppt, diese Sorge ist also nicht unbegründet. Zwei Beamte des Energieministeriums, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, sagten, die Zukunft der Initiative bleibe „ungewiss“, auch wenn die Trump-Regierung bisher nicht in das Projekt eingegriffen habe.
Angesichts dieser Unsicherheiten erklärte Alex Pugh, Entwicklungsleiter von Hecate Energy, gegenüber The Times: „Die Grundlagen des Projekts sind unabhängig von der politischen Richtung stark. Die Region braucht dieses Projekt, weil es einen enormen Bedarf an Elektrizität gibt.“ Er betonte, dass dieses Projekt saubere, erneuerbare Energie in die Hanford-Region bringen und zur nachhaltigen Entwicklung der lokalen Wirtschaft beitragen werde.








