Rotterdamer Hafen entwickelt 38 Hektar großen Kühlketten-Logistikknotenpunkt
2026-06-18 16:24
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de.wedoany.com-Bericht: Der Rotterdamer Hafen wird im Europoort ein 38 Hektar großes, spezielles Logistik-Infrastrukturareal entwickeln, um seine Position als wichtigstes europäisches Tor für gekühlte und tiefgekühlte Agrarprodukte aus Südamerika zu festigen. Das Projekt mit dem Namen „Rotterdam Food Hub" umfasst den Bau eines neuen Hafenterminals, Kühllager, eine eigene Energieinfrastruktur sowie direkte Liegeplätze und zielt darauf ab, den Warenempfang und die Verteilung für den europäischen Markt zu optimieren.

Die Hafenbehörde von Rotterdam (Autoridad Portuaria de Róterdam) hat mit der Necron Group und der PTP Group Vereinbarungen unterzeichnet, wonach diese beiden Unternehmen für den Bau der jeweiligen Anlagen verantwortlich sind. Die Hafenbehörde wird ein über 500 Meter langes Terminal sowie eine Mole zum Schutz der Seeoperationen errichten.

Laut Boudewijn Siemons, CEO der Rotterdamer Hafenbehörde, wird das Projekt Infrastruktur, Lagerung und Logistikdienstleistungen an einem strategischen Standort bündeln und die Fähigkeit des Hafens verbessern, Warenströme effizienter und nachhaltiger zu steuern.

Die Pläne umfassen den Bau von zwei Kühl- und Tiefkühllagern durch die Necron Group – Necron Food Park I und II – mit einer Gesamtbruttogeschossfläche von fast 145.000 Quadratmetern. Diese Anlagen richten sich an spezialisierte Betreiber der Kühlkette und sollen die wachsende Nachfrage in Europa nach Logistiklösungen für verderbliche Produkte decken. Necron wird außerdem ein Energiezentrum entwickeln, das das Terminal und die Lagerhäuser mit Strom versorgt und sicherstellt, dass die Anlagen nach ihrer Inbetriebnahme sofort betriebsbereit sind.

Die PTP Group wird am Ufer des Calandkanals ein 73.000 Quadratmeter großes Terminal bauen, das mit drei Liegeplätzen für See- und Binnenschiffe sowie Wartebereichen und Logistikinfrastruktur ausgestattet ist, um den Warenumschlag zu beschleunigen. Diese Anlage wird die multimodale Anbindung des Komplexes verbessern. Guillermo Misiano, CEO der PTP Group, betonte, dass das Projekt die direkte Integration von Terminal-, Lager- und Transportabläufen ermöglicht, was den Anteil von See- und Binnenschifftransporten erhöht und die Bearbeitungszeiten für Agrarprodukte verkürzt.

In den kommenden Monaten werden die Unternehmen gemeinsam mit der Hafenbehörde die technischen Studien und Genehmigungsverfahren vorantreiben, mit dem Ziel, Anfang 2027 eine endgültige Investitionsentscheidung zu treffen.

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