de.wedoany.com-Bericht: Die mosambikanische Hafen- und Eisenbahngesellschaft (CFM) hat angekündigt, die Goba-Linie, die Maputo mit der Grenze zu Eswatini verbindet, vom 17. bis 26. Juni vorübergehend außer Betrieb zu nehmen, um ein regionales Eisenbahninstandhaltungsprogramm durchzuführen. Während dieser Zeit sind sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr betroffen. Auch der Dienst auf der verkehrsreichsten Strecke des Landes, der Ressano-Garcia-Linie nach Südafrika, wird entsprechend angepasst, jedoch werden Personenzüge weiterhin mit begrenzter Kapazität verkehren.

Die Unterbrechung der Goba-Linie steht im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für die zweite Phase des Ausbauprojekts der Ressano-Garcia-Linie, das im Juli beginnen soll und darauf abzielt, die Kapazität des Maputo-Korridors zu erweitern und zu modernisieren. Die Gesamtinvestition von 137,8 Millionen Euro ist die nächste Phase zur Stärkung der wichtigsten Logistikachse Mosambiks. Der Auftragnehmer wird voraussichtlich im Juli ernannt, woraufhin die Bauarbeiten umgehend beginnen. Die erste Phase des Ausbauprojekts hat die jährliche Kapazität der Strecke bereits von 13 Millionen auf 24 Millionen Tonnen erhöht.
Jüngste Überschwemmungen haben die Anfälligkeit der Infrastruktur offengelegt. Die Limpopo-Linie zur Grenze nach Simbabwe war zu Beginn dieses Jahres für drei Monate außer Betrieb, was zu einem Verlust von 10,3 Millionen Euro und zur Unterbrechung von 130 Zügen führte. Der Dienst wurde inzwischen wieder aufgenommen. CFM erklärte, dass künftige Projekte widerstandsfähiger sein müssen und der Modernisierungsprozess die Klimarisiken durch zunehmend extreme Wetterereignisse berücksichtigen muss.
Trotz der Rückschläge verzeichnete CFM im ersten Quartal 2026 ein Wachstum. Die Personenbeförderung im Schienenverkehr hat sich mit 151.400 Fahrgästen fast verdoppelt; das Güteraufkommen stieg im Jahresvergleich um 14,9 % auf 3,6 Millionen Tonnen. Allerdings beliefen sich die Verluste durch nicht beförderte Güter und Infrastrukturschäden auf 40,1 Millionen Euro.
Um den Herausforderungen zu begegnen, hat die mosambikanische Regierung ein Investitionsprogramm in Höhe von 190 Millionen Euro bis 2030 zugesagt, das die Fertigstellung der verbleibenden 25 Kilometer der Ressano-Garcia-Ausbaustrecke, die Beschaffung von über 30 neuen Personenwagen, 250 Güterwagen und mindestens 15 Streckenlokomotiven umfasst. Die gleichzeitige kurzfristige Betriebsunterbrechung und die langfristigen Expansionspläne spiegeln die doppelte Herausforderung des Landes wider, den bestehenden Betrieb aufrechtzuerhalten und gleichzeitig ein stärkeres, moderneres Eisenbahnsystem aufzubauen, das den regionalen Handel unterstützt und Umweltschocks standhält.
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