DB modernisiert 2026 ab Oktober 221 Kilometer lange Strecke Berlin–Hannover
2026-06-23 15:39
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de.wedoany.com-Bericht: Die DB InfraGO wird ab Oktober 2026 den 221 Kilometer langen Eisenbahnkorridor Berlin–Hannover umfassend modernisieren, einschließlich der Strecke von der deutschen Hauptstadt bis zum Knotenpunkt Lehrte bei Hannover.

Bis Ende 2027 wird die DB InfraGO über 175 Weichen, 260 Kilometer Gleise und 13 Kilometer Schallschutzwände austauschen. Gleichzeitig werden 25 Bahnhöfe modernisiert, von denen einige barrierefrei gestaltet werden, um Fahrgästen mit eingeschränkter Mobilität den Zugang zu erleichtern.

Das Projekt umfasst auch die Instandsetzung von Brücken, Fußgängerüberwegen und Weichenheizungen sowie Wartungsarbeiten am Stromversorgungsnetz, an Signal- und Verkehrssteuerungssystemen. Während der Streckensperrungen werden auch Abschnitte der „Festen Fahrbahn“ auf der Schnellfahrstrecke bei der Stadt Stendal modernisiert.

Die Bauarbeiten werden in vier Hauptphasen durchgeführt. In der ersten Phase von Oktober bis Dezember 2026 wird der östliche Abschnitt von Fallersleben bis Berlin-Spandau vollständig gesperrt. Anschließend, von Dezember 2026 bis Oktober 2027, können Teile der Strecke eingleisig befahren werden, wobei die alternative Lehrter Stammbahn genutzt wird. Im westlichen Abschnitt zwischen Lehrte und Fallersleben ist von Februar bis Juli 2027 eine Vollsperrung für die komplexe Modernisierung erforderlich. Das Projekt wird von Oktober bis Dezember 2027 mit einer erneuten Vollsperrung des östlichen Abschnitts abgeschlossen.

Die Modernisierung der Strecke Lehrte–Berlin umfasst Infrastruktur-Upgrades und die parallel dazu verlaufende Elektrifizierung der Lehrter Stammbahn, eines der derzeit größten Elektrifizierungsprojekte in Deutschland. Die Modernisierung dieses Korridors ist das achte Projekt in Deutschland, das eine umfassende Erneuerung eines Eisenbahnkorridors vorsieht. Nach dem Korridor Hamburg–Berlin ist dies die zweitlängste Strecke, deren Infrastruktur durch koordinierte Arbeiten an allen Eisenbahnsystemen gleichzeitig modernisiert wird.

Gerd-Dietrich Bolte, Mitglied des Managementteams für Planung und Infrastrukturprojekte bei der DB InfraGO, erklärte, dass dieser Schritt es ermögliche, dass Züge während der Bauarbeiten an der Schnellfahrstrecke weiter verkehren können. Anders als beim Projekt Hamburg–Berlin könnten bestimmte Abschnitte schrittweise wiedereröffnet werden, was eine gute Lösung für die Kunden darstelle.

Der Korridor Berlin–Hannover ist eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen. Täglich nutzen über 400 Personenzüge und rund 90 Güterzüge diese Strecke. Angesichts ihrer strategischen Bedeutung arbeitet die DB InfraGO bereits mit Eisenbahnbetreibern und regionalen Verkehrsbehörden zusammen, um die Auswirkungen der Bauarbeiten auf den Zugverkehr so gering wie möglich zu halten.

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