de.wedoany.com-Bericht: Auf der DTW Ignite 2026 in Kopenhagen kündigte Ericsson mehrere Produkt-Upgrades sowie eine neue Geschäftsstrategie an, die darauf abzielen, Ergebnisse der autonomen Netzwerktransformation zu erzielen.

Der schwedische Anbieter gab bekannt, dass er seine intelligente Automatisierungsplattform (EIAP) erweitert, um eine einheitliche Automatisierungslösung für Funkzugangsnetze und Kernnetze für Kommunikationsdienstleister (CSP) zu schaffen. Er bezeichnet sich selbst als erstes Unternehmen, das das neue Konzept und die Fähigkeiten von kernnetzspezifischen Automatisierungsanwendungen (cApps) einführt und betreibt. Ziel ist es, CSPs dabei zu helfen, Betriebsabläufe zu vereinfachen, Kosten zu optimieren und ein widerstandsfähigeres und leistungsfähigeres Kernnetz bereitzustellen.
Eine weitere damit verbundene Produktaufwertung ist die neue Datenstromfähigkeit im Ericsson Network Manager (ENM), die in Echtzeit Stromdaten von Ericsson-RAN- und Kernknoten sowie ORAN-RAN-Knoten sammelt.
Anders Vestergren, Leiter der Netzwerkautomatisierung bei Ericsson, erklärte, dass die Erweiterung der EIAP auf das Kernnetz den Kunden eine zentrale treibende Kraft für ihre autonome Netzwerkreise biete. Die erweiterte EIAP vereinheitliche die Verwaltung und Automatisierung von RAN und Kernnetz, biete über eine zentrale Ressourcenschicht eine einzige vertrauenswürdige Quelle für Netzwerktopologie- und Ressourcendaten und stelle mit der ENM-Stromfähigkeit (ESPE) zuverlässige, latenzarme Daten bereit. Monica Zethzon, Leiterin des Kernnetzbereichs bei Ericsson, ergänzte, dass die Einführung der Automatisierungsfähigkeiten der EIAP in die Kerndomäne eine Neugestaltung der Rolle der Automatisierung in kritischen Telekommunikationsdomänen darstelle, um echte Autonomie und Geschäftsergebnisse zu erzielen.
Mehrere Ericsson-Kunden begrüßten die Ankündigung. Rob Soni, Vice President für RAN-Technologie bei AT&T, bezeichnete die Erweiterung als einen wichtigen Schritt nach vorne für die Branche. Philipp Bichsel, Executive Vice President für Mobilfunknetze und -dienste bei Swisscom, wies darauf hin, dass die Erweiterung der Plattform auf die Kernnetzverwaltung und die Bereitstellung der cApps-Plattform dem Markt ein leistungsstarkes Werkzeug biete, um Automatisierungsfähigkeiten auf ein end-to-end autonomes programmierbares Netzwerk auszudehnen. Auch Roberto Kompany, Chefanalyst der Forschungsfirma Omdia, bewertete die Erweiterung als eine flexible, zentrale Plattform und ein Ökosystem für Anwendungsinnovationen für die Kunden.
Eine weitere große Ankündigung des Anbieters am ersten Tag der DTW Ignite-Veranstaltung war der „OSS/BSS-Geschäftswertpfad“. Dieser Pfad basiert auf seinem „evolvierten OSS/BSS-Produktportfolio“ und soll CSPs dabei helfen, über die bloße Integration von KI in die traditionelle Automatisierung hinauszugehen, die Ausführung zu beschleunigen und eine intentionsbasierte Netzwerkautonomie zu erreichen. Diese Pfade bieten umsetzbare Routen zur Sicherstellung von Ergebnissen, um gezielte und spezifische Resultate zu erzielen.
Mats Karlsson, Leiter des Bereichs Geschäfts- und Betriebsunterstützungssysteme (Solutions Area BSS/OSS) bei Ericsson, erklärte, dass diese telekomspezifischen Pfade CSPs dabei helfen werden, die Entwicklung von Netzwerken und IT neu zu gestalten, die Erstellung und Monetarisierung neuer Dienste zu beschleunigen, die Effizienz zu steigern und differenzierte Erlebnisse zu bieten. Grant Lehanan, Partner bei Appledore Research, fasste die Pfade als pragmatische, auf Geschäftsergebnisse ausgerichtete Antwort auf die Bedürfnisse der Betreiber zusammen.
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