de.wedoany.com-Bericht: Das niederländische Start-up Moonwatt hat auf der Messe Smarter E in München ein neues Natrium-Ionen-Energiespeichersystem für Photovoltaik-Großkraftwerke vorgestellt. Ein Unternehmenssprecher erklärte gegenüber dem Fachmagazin pv magazine, dass Moonwatt nicht auf große Containerlösungen setze, sondern kleine modulare Gehäuse entwickle, die sich leichter in Serie produzieren, installieren, warten und austauschen ließen. Das System nutze passive Kühlung, und die Batteriespeichereinheiten könnten über die gesamte Freiflächen-Photovoltaikanlage verteilt werden.

Das System ist sowohl in einer DC-gekoppelten als auch in einer AC-gekoppelten Version erhältlich. Die DC-gekoppelte Version, das Monopod 1500 V/4-Stunden-Hybridsystem, soll die Kosten für elektrische Hilfssysteme um 50 % senken, ist modular aufgebaut und hat eine nominale Zyklenlebensdauer von 12.000 Zyklen. Der Hersteller gibt an, dass die DC-Kopplung mehrfache Umwandlungsverluste eliminiere und der Wirkungsgrad von der Sonne über die Batterie bis zum Netz bei 94 % liege. Jedes Wechselrichtermodul bietet eine AC-Scheinleistung von 350 kVA, eine bidirektionale AC-Wirkleistung von 350 kW, arbeitet bei einer AC-Spannung von 800 V, unterstützt eine maximale PV-Eingangsleistung von 600 kW, einen DC-Spannungsbereich von 500 V bis 1100 V und integriert 12 Maximum-Power-Point-Tracker (MPPT), wobei jeder Tracker 5 Strings bedient. Jedes Wechselrichtermodul kann 1 bis 7 Monopod-Einheiten aufnehmen, wobei die AC-Leistung der Batterie von 50 kW bis 354 kW und die AC-Energiekapazität von 202 kWh bis 1416 kWh reicht.
Die AC-gekoppelte Version soll die Kosten für elektrische Hilfssysteme senken, indem sie einen 800-V-Wechselrichter verwendet, der an die Niederspannungs-AC-Seite angeschlossen wird, wodurch ein separater Transformator für das Batteriesystem entfällt. Der Wirkungsgrad von der Sonne über die Batterie bis zum Netz beträgt 93 %. Jedes Wechselrichtermodul bietet die gleiche AC-Scheinleistung, bidirektionale AC-Wirkleistung und AC-Spannung wie das DC-gekoppelte System, die maximale DC-Spannung der Batterie beträgt 1500 V. Diese Konfiguration ermöglicht die Integration von 1 bis 7 Moonpod-Einheiten pro Wechselrichtermodul, wobei die maximale AC-Leistung der Batterie von 50 kW auf 354 kW und die gesamte AC-Energiekapazität der Batterie von 202 kWh auf maximal 1416 kWh erweitert wird.
Die Moonpod-Einheiten beider Produkte haben die Schutzart IP68, die Wechselrichter die Schutzart IP65. Die Abmessungen des Wechselrichters betragen 1050 mm x 950 mm x 380 mm bei einem Gewicht von 150 kg. Die Moonpod-Einheit misst 1213 mm x 1053 mm x 2114 mm und wiegt 3500 kg.
In Bezug auf die Batterietechnologie verwendet Moonwatt Natrium-Eisen-Phosphat-Pyrophosphat (NFPP)-Zellen, eine polyanionische Natrium-Ionen-Architektur, die sich durch hervorragende thermische Stabilität auszeichnen soll und kein Lithium, Kobalt, Nickel oder Mangan enthält. Bei der passiven Kühlarchitektur gibt das Unternehmen an, dass der Energieverlust pro Zyklus im Vergleich zu herkömmlichen aktiv gekühlten Lithium-Ionen-Systemen um bis zu 25 % reduziert werde, während der Hilfsstromverbrauch für das Wärmemanagement bei null liege und der Betrieb geräuschlos sei.
„Wir möchten den Erfolg kleiner PV-String-Wechselrichter gegenüber großen zentralen Wechselrichtern wiederholen“, so der Sprecher. „Die Photovoltaikbranche hat gezeigt, dass verteilte, modulare Leistungselektronik in Bezug auf Zuverlässigkeit, Wartbarkeit und letztendlich Kosten großen zentralen Einheiten überlegen ist. Wir glauben, dass der Batteriespeichermarkt nun denselben Wandel erleben wird.“
Jede Moonpod-Einheit wiegt weniger als 3,5 Tonnen und kann mit einem Standard-Gabelstapler ohne Kran bewegt werden. Sie kann direkt auf ebenem Boden oder Kies platziert werden, ohne dass ein Betonfundament erforderlich ist. Das Produkt eignet sich auch für die Nachrüstung bestehender PV-Kraftwerke und kann an die Niederspannungs-DC- oder AC-Seite angeschlossen werden, ohne dass die elektrische Architektur des Kraftwerks neu ausgelegt oder die Infrastruktur für Mittelspannung erweitert werden muss. Das Unternehmen wird vom 25. bis 27. Juni auf der Intersolar Europe in München ausstellen und dort den Moonpod präsentieren.
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