Spanisches Implicit-Projekt will Herausforderung der Verwertung von Verbundwerkstoffabfällen lösen
2026-06-24 11:39
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de.wedoany.com-Bericht: Ein spanisches Projekt namens Implicit zielt darauf ab, die Millionen Tonnen an einmaligen Hilfsstoffen aus Kunststoff, die bei der Herstellung in der Luft- und Raumfahrt, der Schienen-, Schiffs- und erneuerbaren Energiebranche anfallen, in hochwertige recycelte Rohstoffe umzuwandeln. Das Projekt wird vom spanischen Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Hochschulen über das Zentrum für die Entwicklung industrieller Technologie und Innovation (Centre for the Development of Industrial Technology and Innovation, CDTI) finanziert und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (European Regional Development Fund, ERDF) der EU unterstützt.

Die Verbundwerkstoffindustrie wächst rasant, da sie leichte, feste und langlebige Lösungen bietet. Allerdings sind Hilfsstoffe wie Vakuumbeutel, Trennfolien und saugfähige Gewebe, die bei der Herstellung anfallen, aufgrund von Verschmutzung und Heterogenität schwer zu recyceln und werden traditionell meist auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen entsorgt. Das Implicit-Projekt schlägt die Entwicklung einer multimodalen Recyclingstrategie vor, die mechanische, physikalische und chemische Techniken kombiniert, um diese Materialien mit höchster Reinheit zurückzugewinnen und einer industriellen Wiederverwendung zuzuführen, was mit den europäischen Zielen der Kreislaufwirtschaft übereinstimmt.

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Die Initiative vereint acht Akteure der Kunststoffwertschöpfungskette, darunter den federführenden Kunststoffrecycler Solteco, Birziplastik, die Spritzgussunternehmen Faperin und Industrias Alegre sowie die Technologiezentren Aimplas (technische Leitung), Eurecat, Tecnalia und Leartiker. Das Projekt wird über den spanischen Verbundwerkstoffverband Aemac beworben, Airbus fungiert als strategischer Partner und stellt reale Abfälle aus der Luft- und Raumfahrtherstellung zur Verfügung. Pau Manclús, Chemikalienrecyclingforscher bei Aimplas, erklärte, dass das Implicit-Projekt einen entscheidenden Schritt der Verbundwerkstoffindustrie in Richtung Nachhaltigkeit darstellt, indem es das Recycling von Hilfsstoffen angeht, die historisch von Verwertungsstrategien ausgeschlossen waren; dank der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Technologiezentren und Branchenverbänden zeigt das Projekt, dass es möglich ist, komplexe Abfälle in nützliche Ressourcen umzuwandeln, wodurch der Lebenszyklus dieser Materialien geschlossen und die Umweltauswirkungen in wichtigen Industriesektoren reduziert werden.

Aus technischer Sicht wird das Projekt multimodale Recyclingmethoden für Materialien entwickeln, die hauptsächlich aus thermoplastischen Polymeren wie Polyamid (PA), Polyethylenterephthalat (PET), Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) hergestellt werden. Die Methode integriert mechanische Recyclingprozesse (Zerkleinerung, Trennung und Extrusion), physikalisches Recycling auf Basis selektiver Lösung sowie chemische Recyclingtechniken (wie Solvolyse zur Entfernung von Duroplasten und Rückgewinnung hochwertiger Monomere und Oligomere). Durch fortschrittliche Dekontaminations-, Misch- und Additivformulierungsprozesse werden Herausforderungen wie Abfallheterogenität und Harzverschmutzung angegangen, um die mechanischen Eigenschaften der recycelten Materialien zu verbessern und die industrielle Machbarkeit sicherzustellen.

Eine der tragenden Säulen des Projekts ist die Validierung der recycelten Materialien durch praktische industrielle Erprobung. Die recycelten Materialien werden in technische Automobilkomponenten, Profile für Stadtmöbel und technische Multifilamentgarne umgewandelt. Das Projekt sieht die Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten im Zusammenhang mit fortschrittlichem Recycling und nachhaltiger Fertigung vor, um die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Ökobilanz (LCA) und Lebenszykluskostenrechnung (LCC) werden die ökologischen, wirtschaftlichen und funktionalen Auswirkungen der entwickelten Lösungen bewerten und die Entscheidungsfindung auf der Grundlage von Nachhaltigkeitskriterien fördern.

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