de.wedoany.com-Bericht: Der polnische Eisenbahnbetreiber PKP Intercity hat mit seiner Instandhaltungstochter PKP Intercity Remtrak einen Vertrag über die Modernisierung und langfristige Wartung von 14 Gepäck- und Personenwagen des Typs 609A unterzeichnet.

Der Vertrag umfasst eine umfassende P5-Inspektion, eine vollständige Modernisierung der Waggons sowie mehrere regelmäßige Inspektionen und Reparaturen in den kommenden Jahren. Nach Abschluss der Arbeiten wird Remtrak die Fahrzeuge bis zur nächsten großen Modernisierung kontinuierlich warten, wobei der gesamte geplante Wartungszeitraum etwa 23 Jahre beträgt. Der Gesamtwert des Vertrags beläuft sich auf rund 45,4 Millionen Euro, umgerechnet 193,1 Millionen Złoty. Die modernisierten Waggons können eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen.
Eine der wichtigsten Änderungen bei der Modernisierung ist der vollständige Umbau des ursprünglichen Frachtraums in einen Bereich, der für Reisende mit Sportausrüstung geeignet ist. Das neue Layout ermöglicht den Transport von bis zu 24 Fahrrädern, 20 Paar Alpinskiern und 14 Snowboards und bietet damit maßgeschneiderte Lösungen für den Sommer- und Winterbetrieb. Auch der Personenbereich wurde modernisiert: Die Wagen der zweiten Klasse erhalten neue ergonomische Sitze, mit einer Innenaufteilung von 32 festen und 8 klappbaren Sitzen für eine flexiblere Raumnutzung.
Die Fahrräder werden über große zentrale Türen verladen, die für schnelles Be- und Entladen ausgelegt sind. Das Projekt umfasst außerdem den Austausch der Drehgestelle, die Installation einer Klimaanlage, die Ausstattung mit geschlossenen Toiletten und die Integration eines modernen Fahrgastinformationssystems. Diese Investition ist Teil des umfassenden Modernisierungsprogramms für Schienenfahrzeuge von PKP Intercity, das als eines der größten seiner Art in Mittel- und Osteuropa gilt. Durch die Modernisierung der Waggons des Typs 609A möchte der polnische Betreiber der wachsenden Nachfrage nach dem Transport von Fahrrädern und Sportausrüstung gerecht werden und gleichzeitig moderne Komfort- und Barrierefreiheitsstandards in den Fernverkehr integrieren.
Janusz Malinowski, Vorstandsvorsitzender von PKP Intercity, erklärte, dass die Umsetzung des ehrgeizigen Investitionsplans des Unternehmens zuverlässige Partner und eine solide technische Basis erfordere. Im Zeitraum 2026 bis 2030 seien 18,3 Milliarden Złoty (4,3 Milliarden Euro) für die Modernisierung und Beschaffung von Schienenfahrzeugen vorgesehen, von denen die polnische Industrie profitieren werde.
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