Chile genehmigt Humboldt-Seekabelprojekt im Wert von 11,5 Millionen US-Dollar
2026-06-25 09:24
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Die chilenische Regierung hat kürzlich bekannt gegeben, dass die zuständigen Behörden der Region Valparaíso die Installation des Humboldt-Unterseeglasfaserkabelsystems von Google in Chile genehmigt haben. Das Projekt plant, von San Domingo in Chile aus an das pazifische Unterseekommunikationsnetz anzuschließen. Die Investition beträgt rund 11,5 Millionen US-Dollar. Es soll eine Unterseeglasfaserroute errichten, die Chile, Sydney (Australien) und Panama-Stadt verbindet und den Datenverkehr zwischen Südamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum bedient. Laut der Projektbeschreibung der chilenischen Regierung umfasst das System 16 Faserpaare und wird San Domingo in Chile mit Sydney in Australien verbinden.

Das Humboldt-Seekabel ist ein zentrales Infrastrukturprojekt Chiles zur Förderung der transpazifischen digitalen Konnektivität. Google kündigte 2024 an, dass das Humboldt-Kabel Chile, Französisch-Polynesien und Australien verbinden wird – die erste direkte Unterseeglasfaserverbindung zwischen Südamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum. Google erklärte, das Projekt werde die Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit der digitalen Konnektivität im Pazifikraum stärken und mit dem zugehörigen South Pacific Connect-Kabelsystem vernetzt sein.

Aus den veröffentlichten Routen geht hervor, dass das Projekt zwei Haupt-Unterseeglasfaserkanäle umfasst: einen von San Domingo (Chile) nach Sydney (Australien) mit einer Länge von etwa 14.800 km und 16 Faserpaaren; einen weiteren von San Domingo (Chile) nach Panama-Stadt mit etwa 6.500 km Länge, ebenfalls mit 16 Faserpaaren. Beide Kanäle bilden gemeinsam einen Datenaustauschknotenpunkt Chiles in Richtung Pazifik und Amerika und verschaffen Chile internationale Kommunikationswege jenseits der traditionellen Nordamerika-Route.

Bei diesem Projekt geht es nicht nur um die Hinzufügung einer weiteren Internetleitung. Unterseekabel tragen den Großteil des globalen grenzüberschreitenden Datenverkehrs und beeinflussen direkt Cloud-Computing, Rechenzentren, Finanztransaktionen, wissenschaftlichen Datenaustausch und grenzüberschreitende Unternehmensdienste. Chile strebt seit langem eine direkte Glasfaserverbindung zum asiatisch-pazifischen Raum an. Nach der Beteiligung von Google, der chilenischen staatlichen Infrastrukturgesellschaft Desarrollo País und der Post- und Telekommunikationsbehörde OPT von Französisch-Polynesien erstreckt sich die Route von Südamerika über den Südpazifik bis nach Australien und stärkt Chiles Position als digitales Tor Lateinamerikas.

Das Projekt soll voraussichtlich um das Jahr 2027 in Betrieb gehen. Die britische Nachrichtenagentur Reuters berichtete zuvor, dass Google und die chilenische Regierung eine Vereinbarung über den Bau eines etwa 14.800 km langen transpazifischen Unterseedatenkabels unterzeichnet haben, das Chile mit Australien und dem asiatisch-pazifischen Raum verbindet. Die Verlegung ist für 2026 und die Inbetriebnahme für 2027 geplant. Nach der Genehmigung müssen noch die endgültige Konzession, der Bau der Landestation, die Verlegung des Seekabels, Systemtests und die Vorbereitung des kommerziellen Betriebs erfolgen.

Für Chile bedeutet die Genehmigung des Humboldt-Seekabels, dass seine transpazifische Kommunikationsinfrastruktur in eine konkretere Umsetzungsphase eintritt. Nach Fertigstellung des Projekts wird der Datenverkehr zwischen Chile und dem asiatisch-pazifischen Raum nicht mehr vollständig auf Routen über Nordamerika angewiesen sein. Dies trägt zur Verbesserung der Redundanz internationaler Kommunikation bei und bietet Cloud-Diensten, Bergbaudaten, astronomischen Beobachtungen, wissenschaftlicher Zusammenarbeit und dem Bau regionaler Rechenzentren eine direktere Netzunterstützung. Der tatsächliche Betriebsbeginn des Projekts hängt jedoch vom Baufortschritt und den behördlichen Genehmigungen ab.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com