de.wedoany.com-Bericht: Der deutsche Baustofflieferant Sto ersetzt Silo-Wiegesysteme durch VEGAPULS-Radar-Füllstandsensoren, um die Messzuverlässigkeit von Rohstoff- und Fertigwarenbeständen zu verbessern.
Sto betrachtet die termingerechte Lieferung als eines der wichtigsten Qualitätskriterien, und eine zuverlässige Messung der Lagerbestände ist der Schlüssel zur Einhaltung der Liefertermine. Seit 1965 haben Sto-Produkte Energie eingespart, die 130 Milliarden Liter Heizöl entspricht, und rund 416 Millionen Tonnen CO₂ daran gehindert, in die Atmosphäre zu gelangen. Mit über 30.000 verschiedenen Produkten beliefert das Werk in Torgau Mittel- und Norddeutschland mit Trockenprodukten wie Klebstoffen und Verbundwerkstoffen. Die für die Produktion benötigten Rohstoffe und Fertigwaren müssen schnell geliefert werden, und die Logistikabteilung muss die Lagermengen genau kennen.
Das Unternehmen verfügt über begrenzte Lagerkapazitäten; die Produkte werden in verschiedenen Silos gelagert. Sand und Zement werden in riesigen Rohstoffsilos gelagert, Fertigwaren in kleineren Silos in angrenzenden Nebengebäuden. Bisher waren die Silos mit Wägezellen zur Bestandsverfolgung ausgestattet, aber diese Methode war nicht genau genug; jedes Silo wies oft Abweichungen von zwei Tonnen oder mehr auf. Das Hauptproblem der Wägezellen war, dass jedes Silo selbst über 100 Tonnen wiegt, was insbesondere während des Befüllvorgangs zu Messfehlern führt.
Auf der Suche nach einer Alternative bewertete Sto die Radar-Füllstandsmessung und entschied sich schließlich für VEGAPULS-Radarsensoren. Der Vorteil dieses Sensors liegt in seiner Sendefrequenz von 80 GHz und einer Antenne mit einem Durchmesser von etwa 75 mm und einem Öffnungswinkel von nur 4 Grad, sodass die Messung nicht durch Ablagerungen an Seitenwänden oder Einbauten gestört wird. Der VEGAPULS 6X wird im Bereich Schüttgüter, insbesondere in der Baustoffindustrie, häufig eingesetzt und ermöglicht eine kontinuierliche Messung, die unbeeinflusst von Befüll- und Entleerungsvorgängen ist. Der Sensor muss auch mit der „Setzungskurve“ umgehen können: Beim Befüllen eines Silos wird Luft mit dem Material eingebracht, und das Gerät muss schnell reagieren – manchmal wird bereits nach einer Minute weiteres Material eingefüllt. Darüber hinaus müssen Parametrierung und Inbetriebnahme einfach sein, um auf wechselnde Schüttdichten reagieren zu können.
Nach einer dreimonatigen Testphase wurden die VEGAPULS-Radarsensoren akzeptiert. Sto entschied sich, sie nicht nur für die Fertigwarensilos, sondern auch für die Rohstoffsilos nachzurüsten. Diese Lösung bietet nicht nur zuverlässige Messergebnisse, sondern ermöglicht auch den Einsatz desselben Messgeräts an verschiedenen Stellen, was ein Plug-and-Play ermöglicht. Die Installation erforderte die Planung von Stromversorgung und Profibus-Kabeln oder Flanschen, aber der Sensor selbst ließ sich einfach installieren; Sto führte alle Einstellungen innerhalb von zwei Tagen selbst durch. Die VEGA Tools App für Smartphones hilft dabei, den korrekten Neigungswinkel des Sensors zu bestimmen.

Nahezu alle Sensoren arbeiten seit der Inbetriebnahme zuverlässig und liefern genaue Messwerte. Die VEGA-Instrumente zeigen den Füllstand in Prozent an, die Software rechnet diesen in Tonnen um, und das Bestandsverwaltungssystem bietet zusätzliche Produktionssicherheit. Ein spezielles Silo für Rohstoffe mit geringer Schüttdichte bereitete anfangs Messschwierigkeiten; die Silowandfugen erzeugten falsche Echos, und selbst bei leerem Silo war die Echokurve komplex. Durch die Neupositionierung des Sensors und die Anpassung der Parameter funktionierte dieser Messpunkt anschließend einwandfrei.

Für Sto waren die entscheidenden Faktoren bei der Sensorwahl die hohe Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit, einschließlich der schnellen Anpassung an Umgebungsbedingungen und der genauen Anzeige der Messwerte bei gleichzeitigem Befüllen und Entleeren des Silos. Auch der Kundenservice von VEGA wurde geschätzt; das Team erhielt stets zeitnahe Unterstützung, wenn es auf Probleme stieß.
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