de.wedoany.com-Bericht: Das in Redwood City, Kalifornien, ansässige Startup Aseon Labs hat eine Seed-Finanzierung in Höhe von 10 Millionen US-Dollar abgeschlossen und ein automatisches Reinigungs- und Ladesystem für fahrerlose Taxis vorgestellt. Ziel ist es, durch dezentrale Bereitstellung das Problem der hohen Leerfahrten zu lösen, das die Rentabilität autonomer Flotten beeinträchtigt.
Leerfahrten (Fahrten ohne Passagiere) sind derzeit das größte Hindernis für den wirtschaftlichen Betrieb autonomer Taxis. Fahrzeuge müssen häufig zwischen Stadtzentren und abgelegenen Parkplätzen pendeln, um aufgeladen und gereinigt zu werden, was die Betriebskosten und die ineffiziente Kilometerleistung erhöht. Aseon Labs schlägt vor, parkplatzgroße automatische Kabinen in städtischen Gebieten zu platzieren, die fahrerlose Taxis inspizieren, reinigen und laden. Dieses Modell wird als robotergestützte Servicestation bezeichnet.
Die Finanzierungsrunde wurde von Crane Venture Partners angeführt, mit Beteiligung von Y Combinator, Expa (dem Risikokapitalunternehmen von Uber-Mitbegründer Garrett Camp), Robin Hood Ventures und Founders Capital. Zu den Angel-Investoren gehören der ehemalige Google-Manager Adrian Aoun, Mercury-Gründer und CEO Immad Akhund, Zimride-Mitbegründer Rajat Suri sowie Betriebsmitarbeiter und Gründungsteammitglieder von Unternehmen wie Anthropic, Nuro, Turo und Revolut.
Aseon Labs befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Laut Mitbegründer und CEO George Kalligeros wird das Seed-Kapital für den Bau von fünf Prototypkabinen verwendet, um das derzeit sechsköpfige Roboter- und Ingenieurteam auf etwa zwölf Personen zu erweitern und Einsatzstandorte zu sichern.
Kalligeros erklärte, dass der Schlüssel zur wirtschaftlichen Gleichstellung autonomer Fahrzeuge mit Ride-Hailing-Diensten in der Steigerung der Fahrzeugauslastung liege. Das dezentrale Netzwerk automatischer Kabinen von Aseon ziele darauf ab, Leerfahrten drastisch zu reduzieren und so Rentabilität für Betreiber fahrerloser Taxis zu schaffen.

Kalligeros und Mitbegründer und COO Dan Keene kommen nicht aus der autonomen Fahrzeugbranche, verfügen jedoch über Erfahrung in der Skalierung von Hardware- und Immobilienprojekten. Kalligeros arbeitete als Maschinenbauingenieur bei Bentley und Tesla, bevor er 2016 gemeinsam mit Keene das Mikromobilitäts-Batteriewechsel-Infrastrukturunternehmen Pushme gründete, das 2020 von Tier Mobility übernommen wurde.
Bei ihrer Branchenrecherche stellten die beiden fest, dass Inspektion, Wartung, Reinigung und Laden fahrerloser Taxis in der Regel auf großen Parkplätzen außerhalb der Stadtzentren stattfinden, was aufgrund hoher Standortkosten und der Entfernung zu den Kernbetriebsgebieten zu Ineffizienz führt. Der Ansatz von Aseon Labs besteht darin, kleinere, autark mit Strom versorgbare und neu positionierbare automatische Kabinen zu schaffen. Diese Kabinen gelten als temporäre Strukturen, die keine langwierigen Genehmigungsverfahren erfordern und bei schlechter Betriebsleistung an einen neuen Standort verlegt werden können.
Die Kabinen sind mit Kameras zur Fahrzeugerkennung sowie Roboterarmen ausgestattet, die vergessene Gegenstände bergen und den Innenraum reinigen. Kalligeros gab an, dass die Einheiten entweder über Propangeneratoren oder mobile Stromquellen mit Energie versorgt werden oder in Zusammenarbeit mit Ladedienstanbietern an das bestehende Stromnetz angeschlossen werden können. Obwohl frühe Versionen von Menschen unterstützt werden, ist das Designziel ein vollständig autonomer Betrieb. Die Kabinen nutzen Computer Vision und visuell-sprachliche Aktionsmodelle, um Probleme zu erkennen. Wenn ein Grenzfall außerhalb ihrer Verarbeitungsfähigkeiten erkannt wird (z. B. geschmolzene Schokoladenflecken), wird die Kabine nicht versuchen, diesen zu reinigen, sondern das Fahrzeug direkt zu einem zentralen Parkplatz schicken, wo das Problem manuell gelöst wird.
Derzeit hat Aseon Labs noch keine formellen Verträge mit Unternehmen für fahrerlose Taxis abgeschlossen, aber Kalligeros sagte, das Konzept habe bereits breites Interesse geweckt.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









