de.wedoany.com-Bericht: Das russische Digitalministerium (Ministerium für digitale Entwicklung, Kommunikation und Massenmedien der Russischen Föderation, Минцифры) hat einen Entwurf zu den Regeln für die Interaktion der Betreiber mit der künftigen einheitlichen IMEI-Datenbank veröffentlicht. Die Datenbank soll zur Bekämpfung von grauen Smartphones, Geräten mit manipulierten Kennungen und illegal importierten Geräten dienen.

Das russische Digitalministerium erklärte, dass keine Massenregistrierung von Bürgerhandys geplant sei. In den meisten Fällen würden die IMEI-Informationen von den Betreibern, deren Geräte bereits im Netzwerk registriert sind, oder vom Föderalen Zolldienst bei der Einfuhr der Geräte übermittelt. Nur bei neuen Smartphones, die im Ausland gekauft und nach Russland eingeführt werden, müssten die Gerätebesitzer die IMEI selbst registrieren, was freiwillig über das staatliche Dienstleistungsportal (Gosuslugi) erfolgen könne.
In der Datenbank werden für jedes Gerät die IMEI, der Status („erlaubt“, „verboten“ oder „nicht registriert“), die Grundlage für die Erfassung des Eintrags, die Betreiberinformationen sowie das Datum und die Uhrzeit der Registrierung gespeichert. Betreiber der Datenbank ist das russische Digitalministerium. Zugriff erhalten die Betreiber, die russische Föderale Aufsichtsbehörde für Kommunikation, Informationstechnologie und Massenmedien (Roskomnadzor), der Föderale Zolldienst, die zuständigen föderalen Behörden sowie die für operative Ermittlungstätigkeiten und Sicherheit zuständigen staatlichen Stellen.
Laut dem Dokument soll die einheitliche Datenbank eine schnellere Identifizierung von Geräten mit manipulierten IMEI ermöglichen, den illegalen Import von Geräten bekämpfen und den Betreibern einen zentralisierten Mechanismus zur Sperrung verbotener Geräte bieten. In der Begründung heißt es, dass es derzeit kein einheitliches IMEI-Repository gebe, was es den Betreibern erschwere, die Anforderungen zur Sperrung illegaler Geräte zu erfüllen.
Das neue Verfahren soll am 1. März 2027 in Kraft treten und bis zum 1. März 2033 gültig sein. Das russische Digitalministerium schätzt, dass die Kosten für die Betreiber zur Umsetzung der neuen Anforderungen in sechs Jahren über 3 Milliarden Rubel betragen werden.









