Südafrikas Grindrod erhält Genehmigung für offenen Zugang zu Kohlezügen, Jahreskapazität 280.000 Tonnen
2026-06-30 10:22
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de.wedoany.com-Bericht: Das südafrikanische private Logistikunternehmen Grindrod plant, im Rahmen des neu entstehenden offenen Zugangs zum südafrikanischen Schienennetz jährlich rund 280.000 Tonnen Kohle von der Provinz Mpumalanga zum Hafen von Maputo zu transportieren. Damit könnte es zu den ersten privaten Betreibern gehören, die Güterzüge auf dem nationalen Schienennetz von Transnet einsetzen.

Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Kwazi Mabaso, erklärte in einem Webinar zur Betriebsleistung, dass die betriebliche Vorbereitung für den offenen Zugang „sehr gut voranschreite“. Grindrod habe zwei wöchentliche Zugfenster auf diesem Korridor erhalten und gehe die Dienstleistung mit Vorsicht an. Testzüge sind noch in diesem Jahr geplant, der kommerzielle Betrieb soll in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen. Für den anfänglichen Betrieb werden drei Lokomotiven (plus eine Reserve) sowie 50 Waggons benötigt.

Mabaso wies darauf hin, dass die jährliche Kohlemenge auf über 400.000 Tonnen gesteigert werden könne, wenn der Dienst auf drei wöchentliche Zugfenster ausgeweitet werde. Bei gleichbleibender Lokomotivkonfiguration könne durch die Erhöhung des Waggonbestands auf 100 Stück das dritte wöchentliche Zugfenster erreicht werden. Er erwarte, dass die Beschaffung zusätzlicher Fenster nach Erfüllung der erforderlichen Bedingungen kein langwieriger Prozess sein werde.

Mabaso betonte, dass die geplanten Testzüge ein wichtiger Meilenstein vor dem angestrebten kommerziellen Betriebsbeginn in der ersten Jahreshälfte 2027 seien. Diese Ankündigung markiert weitere Fortschritte bei der Umsetzung der Eisenbahnreform mit offenem Zugang in Südafrika. Anfang des Jahres bestätigte die Transnet Rail Infrastructure Management Company (TRIM), dass mehrere private Betreiber Zugangsvereinbarungen unterzeichnet haben, um sich auf die schrittweise Einführung von Drittanbieter-Zugbetrieben auf dem nationalen Schienennetz vorzubereiten.

Mabaso fügte hinzu, dass der Eisenbahnbetrieb auf dem regionalen Korridor nach der Wiedereröffnung der Chikwalakwala-Strecke im Mai in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich verbessert werde. Die Schließung dieser Strecke, zusammen mit Unterbrechungen in Swasiland und schlechtem Wetter, hatte zuvor den Einsatz von Lokomotiven eingeschränkt.

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