de.wedoany.com-Bericht: Das Unternehmen Alto Infrastructure startet in Granada, Spanien, das Projekt des Rechenzentrum-Campus SP01. Das Projekt sieht Gesamtinvestitionen von über 3 Milliarden Euro vor, wovon rund 700 Millionen Euro für die Campus-Entwicklung vorgesehen sind. Die restlichen Mittel werden für die Installation von Servern, GPUs und fortschrittlichen Rechenplattformen verwendet.

Dieses Projekt markiert den ersten Schritt der Strategie von Alto Infrastructure, eine Plattform für Rechenzentren mit hoher Kapazität in Spanien und Südeuropa aufzubauen. Angetrieben durch die wachsende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz und Rechenleistung erlebt dieser Markt derzeit eine deutliche Beschleunigung.
SP01 wurde speziell für die Anforderungen zukünftiger Generationen von KI-Prozessoren entwickelt. Die erste Phase soll im Sommer 2027 in Betrieb gehen, mit einer IT-Last von 10 Megawatt und einer Gesamtleistung von 15 Megawatt. Bis Ende desselben Jahres wird die IT-Last auf 25 Megawatt und die Gesamtleistung auf 40 Megawatt erhöht. Die vollständige Entwicklung des Campus wird voraussichtlich 2029 abgeschlossen sein, dann beträgt die Gesamtleistung 100 Megawatt, was etwa 70 Megawatt IT-Last entspricht. Mit dieser Kapazität wird der Komplex zu einem der größten derzeit in Spanien geplanten Rechenzentren gehören.
Eines der Unterscheidungsmerkmale von SP01 ist der Einsatz einer direkten Chip-Flüssigkeitskühlung, einer Technologie zur Ableitung der Wärme, die von den fortschrittlichsten KI-Plattformen erzeugt wird. Diese Architektur unterstützt Dichten von bis zu 250 Kilowatt pro Rack, weit über dem in traditionellen Rechenzentren üblichen Niveau, und ermöglicht so die Aufnahme zukünftiger Systemgenerationen wie der NVIDIA Vera Rubin-Serie.
Gísli Kr., CEO von Alto Infrastructure, erklärte, dass sich der Infrastrukturbedarf rasant entwickle. Die modernsten Modelle benötigten immer größere Rechenleistungen, was zu einer viel höheren Energiedichte als in herkömmlichen Rechenzentren führe. Das Unternehmen habe SP01 von Anfang an so konzipiert, dass es dieser Entwicklung gewachsen sei.
In Bezug auf die Energieversorgung hat SP01 bereits eine Anschlussleistung von 100 Megawatt erhalten, was in einem Umfeld, in dem viele Projekte Schwierigkeiten haben, Stromkapazitäten zu erhalten, einen Wettbewerbsvorteil darstellt. Laut Daten von Colliers sind 85 % der Verteilungsknotenpunkte in Spanien gesättigt, und 92 % der Anschlusskapazität sind bereits vergeben. Darüber hinaus wird der Campus vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden und auf herkömmliche Verdunstungskühlsysteme verzichten. Stattdessen kommt eine technische Architektur zum Einsatz, die den Wasserverbrauch minimiert und den für die Kühlung benötigten Wasserverbrauch auf nahezu Null reduzieren soll.
Die Wahl fiel auf Granada aufgrund der verfügbaren Flächen, der Energieversorgung und des sich in der Provinz festigenden Technologie-Ökosystems. Das Rechenzentrum wird in der Stadt für Industrie, Technologie und Innovation (CITAI) angesiedelt sein, wo auch das IFMIF-DONES-Projekt realisiert wird, eines der größten europäischen wissenschaftlichen Projekte zur Fusionsenergieforschung. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die Kombination aus Stromkapazität, internationaler Konnektivität und den Talenten der Universität Granada die Region in eine günstige Position bringt, um Investitionen im Zusammenhang mit der digitalen Wirtschaft anzuziehen.
Gísli Kr. erklärte, Europa benötige neue Rechenkapazitäten, um dem Wachstum der KI gerecht zu werden. Spanien habe hervorragende Bedingungen, um solche Investitionen anzuziehen. Alto Infrastructure wolle dem Land helfen, in dieser neuen Phase des technologischen Wandels eine wichtige Rolle zu spielen und die führende KI-Rechenzentrums-Plattform in Südeuropa zu werden. Der Start von SP01 erfolgt in einer Phase starken Marktwachstums. In Spanien schätzt Colliers, dass derzeit etwa 360 Megawatt IT-Last in Betrieb sind und dass das Land bis 2029 über 2.780 Megawatt IT-Last hinzufügen wird, wobei Andalusien voraussichtlich einen großen Teil dieses Wachstums auf sich vereinen wird.









