Logistikzentrum für Kühl- und Gefrierprodukte auf 38 Hektar im Rotterdamer Hafen geplant
2026-06-30 17:00
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de.wedoany.com-Bericht: Die Hafenbehörde von Rotterdam (Port of Rotterdam Authority), die Necron Group und die PTP Group haben eine Konzessionsvereinbarung unterzeichnet, die die Position des Rotterdamer Hafens als europäisches Tor für Kühl- und Gefrierprodukte weiter stärken wird.

Im Rahmen der Vereinbarung werden die drei Parteien im Europoort-Gebiet eine neue Logistik-infrastruktur auf 38 Hektar entwickeln, die für die Lagerung und den Umschlag von Kühl- und Gefrierprodukten vorgesehen ist. Das Projekt umfasst den Bau neuer Kaianlagen, Lagerhäuser, Terminaleinrichtungen sowie ein eigenes Energieversorgungssystem.

Für die Hafenbehörde von Rotterdam ist das Entwicklungsprojekt Teil des kontinuierlich ausgebauten Agrar-Logistikhubs „Rotterdam Food Hub". Die Hafenbehörde errichtet hierfür einen über 500 Meter langen Kai sowie eine Wellenbrecheranlage, um die Liegeplätze vor Wellen und vorbeifahrenden Schiffen zu schützen.

Boudewijn Siemons, Hafenbehörde Rotterdam

Boudewijn Siemons, CEO der Hafenbehörde von Rotterdam, erklärte, dass die drei Parteien an dieser strategischen Lage Logistik, Lagerung und Infrastruktur integrieren, sodass Kunden ihre Waren schneller, nachhaltiger und effizienter verwalten können. Dies trage dazu bei, die Position des Rotterdamer Hafens als wichtigsten Agrarhafen Europas zu festigen.

Das gesamte Entwicklungsprojekt umfasst vier Grundstücke. Die Necron Group wird auf zwei dieser Grundstücke in Phasen zwei Kühl- und Gefrierlager (Necron Food Park I und II) mit einer Gesamtfläche von rund 145.000 Quadratmetern errichten. Diese Anlagen sind speziell für Kühllagerbetreiber konzipiert und sollen der wachsenden Nachfrage nach effizienten und skalierbaren Kühlkettenlösungen in Europa gerecht werden.

Ein weiterer Teil des Projekts umfasst den Bau eines Energiezentrums durch die Necron Group auf dem dritten Grundstück (im südlichen Bereich des Rotterdam Food Hub). Diese Anlage wird von Beginn des Betriebs an den Kai und die Kühllager mit Strom versorgen, sodass das gesamte Projekt sofort in Betrieb genommen werden kann.

Gerard van Liempt, Necron Group

Gerard van Liempt, CEO der Necron Group, wies darauf hin, dass das Unternehmen mit diesem Entwicklungsprojekt Logistik-Assets für die Lagerung und den Umschlag von Kühlprodukten schafft, ergänzt durch eine eigene Energieversorgung. Dank der Erfahrung in Lebensmittel- und Kühlkettenprojekten könne Necron auf diesem Gelände sofort effiziente und großvolumige Abläufe ermöglichen.

Die PTP Group wiederum wird auf dem vierten Grundstück (angrenzend an den Calandkanal) einen begleitenden Terminal auf 73.000 Quadratmetern entwickeln. Dieser Terminal wird über drei Liegeplätze für Seeschiffe und Binnenschiffe sowie einen Wartebereich und die notwendige Logistikinfrastruktur verfügen, um einen effizienten Warenumschlag auf dem Wasserweg zu gewährleisten. Der Terminal wird die Kühllager bedienen und zusätzliche Fracht abwickeln können, wodurch der multimodale Zugang zu dieser Region verbessert wird. PTP wird zudem einer der Mieter der Kühl- und Gefrierlager der Necron Group sein.

Guillermo Misiano, PTP

Guillermo Misiano, CEO der PTP Group, erklärte, dass PTP mit diesem Terminal seine Position als Hafen- und Logistikdienstleister in Europa stärkt. Der Terminal werde eine direkte Verbindung zwischen Kai, Lagerung und Transport herstellen, eine stärkere Nutzung von See- und Binnenschifffahrt fördern und gleichzeitig die Bearbeitungszeiten für Agrarströme verkürzen.

In den kommenden Monaten werden die Parteien die technischen Details ausarbeiten und die erforderlichen Genehmigungen beantragen. Es wird erwartet, dass Necron Group, PTP Group und die Hafenbehörde von Rotterdam Anfang 2027 die endgültige Investitionsentscheidung treffen können.

Der Rotterdam Food Hub befindet sich am Kop van de Beer im westlichen Teil des Europoort, in der Nähe der Maasvlakte-Einfahrt. Das Gebiet wird für Agrarunternehmen entwickelt und bietet direkten Zugang zum Kai, um Kühl- und Gefrierprodukte, insbesondere aus Südamerika, effizient zu verwalten. Die Anlage ist nach dem Prinzip „Safety by Design" konzipiert und wird in enger Zusammenarbeit mit den Zollbehörden entwickelt. Die Gestaltung des Geländes und die Entwicklung der Terminalprozesse zielen darauf ab, eine kontrollierte, sichere und effiziente Abfertigung lateinamerikanischer Waren zu gewährleisten.

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