Polen führt das Taktsystem für den Zugverkehr ein
2026-07-02 14:46
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de.wedoany.com-Bericht: Port Polska hat angekündigt, dass Polen die Einführung des Horizontalen Fahrplans (HRJ) vorbereitet, ein Taktsystem für den Zugverkehr, das die Planung und den Betrieb von Eisenbahndienstleistungen grundlegend verändern wird.

Das System, inspiriert von erfolgreichen Modellen in Ländern wie der Schweiz und Österreich, basiert darauf, dass Züge in festen Intervallen und zu leicht merkbaren Zeiten verkehren. Ziel ist es, den Fahrgästen eine höhere Vorhersagbarkeit und effizientere Umsteigemöglichkeiten zu bieten. Das Projekt ist eine Reaktion auf die Liberalisierung des europäischen Personenverkehrsmarktes (im Rahmen des Vierten Eisenbahnpakets). Ab Dezember 2030 wird neben dem staatlichen Betreiber PKP Intercity auch anderen Betreibern der Zugang zum polnischen Fernverkehrsmarkt gestattet.

Piotr Malepszak, Staatssekretär im Infrastrukturministerium, erklärte, dass die Einführung des Horizontalen Fahrplans Probleme wie unregelmäßige Abfahrtszeiten und lange Wartezeiten lösen werde. Durch die Koordinierung der Fahrpläne werden Züge zur gleichen Zeit an den Bahnhöfen ankommen, was schnelle und sichere Umstiege zwischen den Verbindungen ermöglicht. Polen orientiert sich an den effizientesten europäischen Eisenbahnsystemen, insbesondere am Schweizer Modell. Züge auf Hauptstrecken werden in festen Intervallen verkehren (z. B. stündlich oder alle zwei Stunden), was die Reiseplanung erleichtert und sie im Vergleich zum Straßenverkehr attraktiver macht.

Das neue System wird Fernverkehrszüge sowie Regional- und Stadtverkehrsdienste umfassen. Erstmals haben die polnischen Behörden in Zusammenarbeit mit allen Regionen des Landes eine einheitliche nationale Vision für die Organisation des Schienenverkehrs für den Zeitraum 2030–2040 entwickelt. Filip Czernicki, CEO des Zentralen Verkehrshafens (Centralny Port Komunikacyjny, CPK), betonte, dass der HRJ nicht nur den Fernverkehr, sondern auch Regional- und Stadtverkehrsdienste abdeckt. In Polen wurde erstmals ein kohärentes nationales Programm für 2030–2040 erstellt. Der Plan sieht vor, die Schienenanbindung auf alle Regionen des Landes auszuweiten, entweder durch direkte Züge oder durch gut koordinierte Verbindungen mit Regionaldiensten und Bussen.

Piotr Rachwalski, Mitglied des Managementteams des Zentralen Verkehrshafens (CPK), erklärte, dass der Hauptvorteil für die Fahrgäste die Stabilität und Vorhersagbarkeit der Verbindungen sei. Wenn ein Fahrgast einen Zug verpasst, weiß er genau, wann der nächste kommt. Dieses Modell wird bereits auf einigen Strecken umgesetzt, und die Beteiligten hoffen, es landesweit auszuweiten. Die Behörden schätzen, dass das neue System dazu beitragen wird, die Fahrgastzahlen zu erhöhen und die Effizienz der bestehenden Infrastruktur zu verbessern.

Langfristig wird der Horizontale Fahrplan auch als Instrument für die Planung von Eisenbahninvestitionen dienen und den Infrastrukturbetreibern eine klarere Grundlage für die Entwicklung von Strecken, Bahnhöfen, Signalsystemen und anderen Elementen bieten, die zur Steigerung der Netzkapazität erforderlich sind. Ab 2035 wird die künftige „Y“-förmige Hochgeschwindigkeitsstrecke, die Warschau mit dem neuen Flughafen, Łódź, Breslau und Posen verbindet, das Rückgrat des nationalen Netzes bilden und in die neue Betriebsphilosophie integriert werden. Polen strebt auf diese Weise die Schaffung eines vorhersagbareren, besser koordinierten und für die Fahrgäste attraktiveren Schienenverkehrssystems an.

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