de.wedoany.com-Bericht: Ägypten drängt die Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, ihre Investitionen im Öl- und Gassektor des Landes auszuweiten, um Explorationsaktivitäten wiederzubeleben und die heimische Produktion zu steigern.
Der ägyptische Minister für Erdöl und Bodenschätze, Karim Badawi, führte in Abu Dhabi Gespräche mit Adnoc-CEO Sultan Al Jaber, bei denen er konkrete Forderungen nach höheren Investitionen vorbrachte. Das ägyptische Ministerium gab in einer Erklärung Einzelheiten zu dem Treffen bekannt. Im Mittelpunkt standen unerschlossene Gasvorkommen im Mittelmeer, vielversprechende offene Explorationsgebiete sowie potenzielle Investitionsmöglichkeiten im Roten Meer.
Die von Adnoc-Tochter XRG und dem britischen Energieunternehmen BP gegründete Arcius Energy hat für dieses Jahr eine Reihe von Arbeitsprogrammen geplant, darunter die Erschließung des Harmattan-Gasfeldes, den Beginn der Bohrung der Explorationsbohrung Atoll West im Mittelmeerbecken sowie die Fortsetzung der Erschließung des Zohr-Gasfeldes und des Gebiets North Damietta im Mittelmeer. Das ägyptische Ministerium bestätigte diese Pläne.
Im vergangenen Monat beglich Ägypten alle ausstehenden Zahlungen an globale Öl- und Gasunternehmen, ein Schritt, der voraussichtlich weitere Brancheninvestitionen in das Land locken wird. Adnoc kündigte im Mai an, in den nächsten zwei Jahren Verträge im Wert von 200 Milliarden VAE-Dirham (etwa 55 Milliarden US-Dollar) vergeben zu wollen, um das Wachstum ihres Upstream- und Downstream-Geschäfts zu unterstützen. Die Ankündigung erfolgte, nachdem die VAE ihren Austritt aus der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und der erweiterten OPEC+ (OPEC+) erklärt hatten.
Im Februar dieses Jahres gab die Gulf of Suez Petroleum Company, ein Joint Venture der Egyptian General Petroleum Corporation mit dem in Dubai ansässigen Unternehmen Dragon Oil, bekannt, dass sie zwischen 2026 und 2027 fast 516 Millionen US-Dollar investieren wolle, um die heimische Rohölproduktion Ägyptens um etwa 15 Prozent zu steigern.










