de.wedoany.com-Bericht: Die Vermögensverwaltungsgesellschaft Engine No. 1 hat kürzlich das auf KI-Rechenzentren spezialisierte, unabhängige Energieunternehmen Joulent gegründet und erhielt umgehend eine strategische Minderheitsbeteiligung in Höhe von 1,75 Milliarden US-Dollar von der britischen National Grid. Das Kerngeschäft von Joulent besteht im Bau dedizierter Stromerzeugungsanlagen für hyperskalige KI-Rechenzentren, um die langen Anschlussfristen traditioneller Versorgungsunternehmen zu umgehen und eine schnellere Stromlieferung zu ermöglichen.

Diese Investition wird über die National Grid Ventures, eine Tochtergesellschaft von National Grid, abgewickelt. National Grid wird dadurch seine Expertise im Bereich der Hochspannungsinfrastruktur und Projektabwicklung nutzen, um die Projektpipeline von Joulent zu stärken und gleichzeitig in einen der am schnellsten wachsenden Bereiche der Stromnachfrage einzusteigen. Das von Joulent eingeführte „Across-the-Meter"-Modell entwickelt spezielle Stromerzeugungsanlagen speziell für große KI-Campusse, um die Stromlieferung zu beschleunigen und die Auswirkungen auf die bestehende Übertragungskapazität zu minimieren. Zukünftige Projekte könnten auch erneuerbare Energiequellen wie Solarenergie integrieren.
Das erste Projekt von Joulent – das Kilby-Projekt im Reeves County, Texas – ist ein 2,67-Gigawatt-Erdgaskraftwerkspark, der von der Chevron-Tochter Energy Forge in Zusammenarbeit mit GE Vernova entwickelt wird. Die Anlage hat einen 20-jährigen Stromabnahmevertrag unterzeichnet, um einen von Microsoft betriebenen Rechenzentrumscampus mit Strom zu versorgen. Joulent hält einen 50-prozentigen Eigentumsanteil an diesem Projekt.
Neil Osnato, Gründer der Persistence Analytics Group, wies darauf hin, dass diese Investition einen strukturellen Wandel in der Finanzierung und Bereitstellung von Hyperscale-Infrastruktur markiert. Die Verfügbarkeit von Strom wird zum Hauptentscheidungsfaktor für die Standortwahl von Rechenzentren, wobei Entwickler zunehmend auf die Zuverlässigkeit der Stromlieferzeitpläne anstelle traditioneller Versorgungsprozesse setzen. Zoë Yujnovich, CEO von National Grid, betrachtet diese Investition als einen sorgfältigen, partnerschaftsorientierten Ansatz, um kritische Infrastruktur für die KI-gesteuerte Wirtschaft zu sichern und gleichzeitig das Risikoengagement im wachsenden US-amerikanischen Strombedarf zu diversifizieren. Die Zusammenarbeit mit GE Vernova und Chevron festigt zudem die strategische Positionierung von Joulent im KI-Infrastrukturbereich und unterstreicht den Trend der Branche hin zu dedizierter Stromerzeugung und Stromerzeugung hinter dem Zähler, um Verzögerungen bei Versorgungsanschlüssen zu mildern.










