Citicore-Agro-Photovoltaik-Projekt mit fast 200 MW auf den Philippinen erreicht kommerziellen Betrieb
2026-07-05 10:12
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de.wedoany.com-Bericht: Das von Citicore Renewable Energy Corporation in der philippinischen Provinz Batangas entwickelte Agro-Photovoltaik-Projekt mit fast 200 MW kombiniert Solarenergie im Versorgungsmaßstab mit Pflanzenproduktion und Batteriespeicherung und gehört damit zu den ersten Projekten dieser Art in Südostasien, die von der Pilotphase in den kommerziellen Betrieb übergehen.

Solarenergie im Versorgungsmaßstab wird seit langem wegen der Konkurrenz um landwirtschaftliche Flächen kritisiert. Auf den Philippinen verschärft sich dieser Konflikt mit dem Fortschreiten der Ziele für erneuerbare Energien, da die nutzbaren Ackerflächen begrenzt und wirtschaftlich bedeutend sind. Die Agro-Photovoltaik bietet eine Lösung, indem sie es Solarzellen ermöglicht, Strom zu erzeugen, während unter oder zwischen den Modulen weiterhin Pflanzen angebaut werden können, was eine doppelte Nutzung des Landes ermöglicht.

Mehrere Jahre vor dem Start des Batangas-Projekts hatte das Unternehmen an seinem Solarstandort in der Provinz Tarlac einen kleinen Versuch gestartet, um die Möglichkeit des Anbaus in einer aktiven Solaranlage zu testen. Der Versuch konzentrierte sich auf den Anbau schattentoleranter, hochwertiger Kulturen wie Kurkuma unter den Solarmodulen. Die Untersuchung umfasste die Pflanzenleistung sowie die Auswirkungen der teilweisen Beschattung durch die Module auf Bodenbedingungen, Feuchtigkeitsspeicherung und Bodentemperaturveränderungen. Ziel war es zu überprüfen, ob die Ernteerträge kommerziell rentabel sind, ob das veränderte Mikroklima das Pflanzenwachstum begünstigt und ob landwirtschaftliche Aktivitäten mit dem täglichen Betrieb und der Wartung des Kraftwerks koexistieren können.

Die Ergebnisse des Versuchs in Tarlac lieferten Schlüsseldaten für Folgeprojekte. Diese Erfahrungen halfen, den Modulabstand, die Montagehöhe und die Pflanzenauswahl für die Anlage in Batangas zu bestimmen. Obwohl das weltweite Interesse an Agro-Photovoltaik steigt, gibt es in Südostasien immer noch wenige kommerzielle Projekte; die meisten verbleiben auf dem Niveau von Forschungsfarmen oder Demonstrationsstandorten. Die Philippinen haben das Konzept in dieser Region als erstes auf Versorgungsmaßstab gebracht und liefern anderen Entwicklern Betriebsdaten.

Die Philippinen haben sich ehrgeizige Ziele für erneuerbare Energien gesetzt, aber die Beschaffung von Flächen für große Solarprojekte wird zunehmend schwieriger. Die Agro-Photovoltaik bietet eine Möglichkeit, Landnutzungskonflikte zu reduzieren, während ländliche Gemeinden weiterhin Landwirtschaft betreiben können. Langfristige Pflanzenproduktivität, Wasserbedarf, Wartungskosten und die Wirtschaftlichkeit des Projekts werden den Verbreitungsgrad dieses Modells bestimmen. Verschiedene Kulturen reagieren unterschiedlich auf Beschattung, und das Design muss an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Die Agro-Photovoltaik hat sich auf den Philippinen vom Forschungskonzept zum kommerziellen Betrieb entwickelt und bietet eine Referenz für zukünftige Solarprojekte, ohne landwirtschaftliche Flächen zu beanspruchen.

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