de.wedoany.com-Bericht: Die deutsche Niederlassung von Planet Labs hat einen strategischen Startvertrag mit der europäischen Raumfahrtfirma Isar Aerospace unterzeichnet. Demnach wird Isar Aerospace die nächste Generation hochauflösender Pelican-Satelliten von Planet starten und plant, in Zukunft weitere Satellitenstarts durchzuführen.

Die Pelican-Satelliten werden mit der Spectrum-Trägerrakete von Isar Aerospace an Bord gebracht, deren Start frühestens Ende 2026 vom speziellen Startplatz von Isar Aerospace im Raumfahrtzentrum auf der Insel Andøya erfolgen soll. Die Pelican-Satelliten werden im geplanten Berliner Fertigungswerk von Planet montiert. Dieser Start wird der erste in Deutschland sein, bei dem sowohl Satellit als auch Rakete im Inland hergestellt wurden, was die wachsende souveräne Raumfahrtfähigkeit des Landes widerspiegelt.
Martin Polak, Geschäftsführer von Planet Labs Deutschland, erklärte, Deutschland habe sich eine ehrgeizige Weltraumagenda gesetzt. Planet und Isar Aerospace kämen diesem Bedarf nach, um die erste inländische Herstellung von Satelliten und Raketen in Deutschland zu realisieren. Er erwähnte, dass die Teams beider Unternehmen das Ziel gesetzt hätten, den ersten Start innerhalb von zwölf Monaten nach Vertragsunterzeichnung durchzuführen. Dies zeige einen flexiblen Ansatz in der Luft- und Raumfahrt und unterstütze die Prioritäten der nationalen Sicherheit, Resilienz und zivilen Anwendungen.
Stella Guillen, Chief Commercial Officer von Isar Aerospace, betonte, dass diese Zusammenarbeit die Stärke und strategische Bedeutung des deutschen und europäischen Raumfahrtökosystems unterstreiche. Mit ihrem skalierbaren, integrierten Ansatz zur Entwicklung von Startkapazitäten sei Isar Aerospace bestrebt, die wachsende Nachfrage nach Weltraumzugang für kommerzielle und staatliche Missionen weltweit zu decken. Europa könne dieses Ökosystem nutzen, um widerstandsfähige Raumfahrtfähigkeiten aufzubauen und Potenziale für Sicherheit und Wirtschaftswachstum freizusetzen.
Die Partnerschaft markiert einen Meilenstein für das deutsche End-to-End-Raumfahrtökosystem von Planet. Das Unternehmen hat seinen europäischen Hauptsitz und sein Missionskontrollzentrum in Berlin und plant, seine lokalen Einrichtungen bis 2026 zu erweitern. Ein neues Fertigungswerk soll die Produktionskapazität für die nächste Generation der hochauflösenden Pelican-Flotte verdoppeln. Planet rechnet damit, bis zu 70 neue Mitarbeiter zu seinem bestehenden Berliner Team von rund 150 Personen hinzuzufügen und damit Deutschlands Position als Land für das europäische kommerzielle Raumfahrtökosystem und KI-gestützte georäumliche Lösungen zu festigen.
Isar Aerospace baut seine Fertigungskapazitäten für die selbst entwickelte Rakete Spectrum aus. In seinem 40.000 Quadratmeter großen Werk nahe München kann das Unternehmen jährlich bis zu 40 Trägerraketen bauen. Das Unternehmen setzt auf Automatisierung und vertikale Integration und kontrolliert nahezu alle Schritte der Wertschöpfungskette von Design, Fertigung, Test und Start, um souveränen Weltraumzugang zu unterstützen und schnelle Iterationen sowie Kundenflexibilität zu ermöglichen.










