de.wedoany.com-Bericht: Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie hat eine überarbeitete nationale Robotikstrategie veröffentlicht, die vorsieht, bis 2040 landesweit rund 10 Millionen Roboter einzusetzen.

Wirtschaftsminister Ryosei Akazawa kündigte den Plan an, der die Bereiche Lebensmittelproduktion und medizinische Pflege zu den bisherigen Schwerpunktbereichen hinzufügt, sodass nun insgesamt 18 Bereiche abgedeckt werden. Die Regierung wird schnell ein zentrales KI-Roboterzentrum einrichten, um die landesweite Einführung, Forschung und Entwicklung sowie die Ausbildung von Arbeitskräften zu unterstützen.
Beamte sind der Ansicht, dass dieses Zentrum entscheidend dafür sein wird, Unternehmen – insbesondere solche, die bereits unter Personalmangel leiden – dabei zu helfen, in den kommenden Jahren Roboter in großem Maßstab einzusetzen. Die tragende Säule der Strategie ist Noetra – ein in Japan eigenständig entwickeltes multimodales Basismodell, das mit einem auf physische KI fokussierten Projekt des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology synchronisiert wird. Die Mehrheitsanteile an Noetra werden von SoftBank, NEC, Sony Group und Honda gehalten, während Fujitsu und Rakuten Berichten zufolge noch über einen Beitritt zum Konsortium nachdenken.
Ryosei Akazawa erklärte, dass die aus der Altenpflege, der Katastrophenhilfe, der Fertigung sowie dem Rückbau des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi gesammelten Daten die Grundlage für das Vertrauen der Regierung in diese Strategie bilden. Er ist der Ansicht, dass der globale Wettbewerb sich von einem reinen Wettlauf um Rohrechenleistung hin zu einem Kampf um zugängliche Datensätze verlagert hat, und Japans auf Datenakkumulation basierende Strategie wird der Schlüssel zum Erfolg sein. Die Regierung plant, eine Dateninfrastruktur für physische KI und Robotik aufzubauen, die die industriellen Stärken des Landes widerspiegelt, und dabei auf jahrzehntelange Erfahrung mit dem Betrieb von Maschinen in gefährlichen oder von Arbeitskräftemangel geprägten Umgebungen zurückzugreifen.
Beamte haben Kooperationsvereinbarungen mit Forschungseinrichtungen in den USA, Kanada, Frankreich und dem Vereinigten Königreich bestätigt, um die Entwicklung des Basismodells zu unterstützen. Planmäßig soll die Technologie japanischen KI-Entwicklern, Unternehmen und Endnutzern in mehreren Branchen und Regionen breit zur Verfügung gestellt werden. Informierte Beamte gehen davon aus, dass einige Unternehmen in den kommenden Jahren auf dieser Basis ihre Auslandsmärkte erweitern werden. Ryosei Akazawa verknüpfte die Strategie zudem mit einer breiteren regionalen Wiederbelebung und ermutigte dazu, KI-gesteuerte Transformationen außerhalb der großen japanischen Städte voranzutreiben, um ein übermäßiges Wachstum in Tokio zu vermeiden.
Die alternde Bevölkerung Japans und die restriktive Einwanderungspolitik führen weiterhin in vielen Branchen zu Arbeitskräftemangel, wobei traditionelle Einstellungsverfahren kaum in der Lage sind, die zahlreichen offenen Stellen zu besetzen. Politische Entscheidungsträger betrachten die Automatisierung zunehmend als praktikable Lösung für diese Herausforderung. Befürworter weisen oft darauf hin, dass Roboter Positionen besetzen, die menschliche Arbeiter nur schwer übernehmen können, anstatt direkt bestehende Mitarbeiter zu ersetzen. Daher umfasst die überarbeitete Strategie nun Aufgaben in der medizinischen Pflege sowie in der landesweiten Lebensmittelproduktion und Getränkeherstellung. Auch Südkorea hat in dieser Woche einen ähnlichen Roboterplan vorgestellt, was der regionalen Landschaft eine Wettbewerbsdimension hinzufügt, da beide Länder den Aufbau souveräner KI-Fähigkeiten vorantreiben. Ob diese Ziele erreicht werden können, wird maßgeblich von kontinuierlichen Investitionen, technologischem Fortschritt und einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz im Inland abhängen.










