de.wedoany.com-Bericht: Die indische Zentralregierung plant, einen spezifischen Rechtsrahmen für künstliche Intelligenz zu schaffen, um den regulatorischen Herausforderungen durch die rasante technologische Entwicklung zu begegnen. S. Krishnan, Sekretär des indischen Ministeriums für Informationstechnologie, erklärte bei einer Cybersicherheitsveranstaltung der Confederation of Indian Industry (CII), dass die bestehenden IT-Regeln einer grundlegenden Überarbeitung bedürfen, um Probleme wie Online-Betrug, Deepfakes und KI-generierte synthetische Inhalte zu bewältigen. Das indische IT-Ministerium arbeite derzeit an einem speziellen Regulierungsrahmen für künstliche Intelligenz.

Politische Entscheidungsträger weltweit bemühen sich, die Herausforderungen durch generative KI zu bewältigen, darunter Deepfakes, Desinformation und Online-Betrug. Indien hat seine IT-Regeln verschärft, um gegen KI-Deepfakes und ähnliche Praktiken vorzugehen. Auf die Frage nach dem Zeitplan für die neuen KI-Vorschriften sagte Krishnan, dass auf offizieller Ebene ein Gesetzesentwurf vorbereitet werden könne, er jedoch keine Aussage über den endgültigen Veröffentlichungstermin treffen könne, insbesondere im Hinblick auf das Gesetzgebungsverfahren.
Krishnan erklärte, es handele sich um einen bereits eingeleiteten Dialog. Sowohl er als auch Minister Vaishnaw hätten zuvor öffentlich erklärt, dass man eine KI-Regulierung in Betracht ziehen werde, sobald der Zeitpunkt reif sei – und dieser scheine nun zu kommen. Indien habe bereits die IT-Regeln und andere Bestimmungen des geltenden Rechts genutzt, um KI-bedingte Bedenken auszuräumen, doch könnte der Zeitpunkt für ein separates Gesetz gekommen sein. Vaishnaw hatte erklärt, dass Diskussionen mit der Industrie im Gange seien und die Regierung ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Regulierung anstrebe.
Im Februar dieses Jahres stellte die indische Regierung strengere Anforderungen an Online-Plattformen im Umgang mit KI-generierten und synthetischen Inhalten. Demnach müssen Plattformen wie X und Instagram solche Inhalte innerhalb von drei Stunden nach ihrer Kennzeichnung durch eine Aufsichtsbehörde oder ein Gericht löschen. Letzten Monat sagte Vaishnaw, dass das bestehende Informationstechnologiegesetz vor dem rasanten Aufstieg der KI verabschiedet worden sei und möglicherweise ein neuer Rechtsrahmen erforderlich sei, um die sich verändernde Landschaft zu bewältigen.
Bezüglich des Datenlecks bei Tata Electronics erklärte Krishnan, die Regierung untersuche den Vorfall, bei dem angeblich sensible Informationen zu unveröffentlichten iPhone-Modellen von Apple betroffen seien. Der Vorfall sei dem indischen Computer Emergency Response Team (CERT-In) gemeldet worden. Berichten zufolge habe eine Ransomware-Gruppe, die angeblich Daten von Tata Electronics gestohlen habe, Details zu Komponenten und Lieferanten sowie Fotos des Apple iPhone 18 Pro im Darknet veröffentlicht. Die Informationen stammen vom „Deccan Chronicle".










