Jaguar Land Rover stellt 49 nachhaltige Autoteile vor
2026-07-06 14:56
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de.wedoany.com-Bericht: Jaguar Land Rover (JLR) präsentiert ein neues Konzeptfahrzeug namens „Cornerstone", das 49 nachhaltigere Automobilkomponenten integriert. Das Projekt wurde gemeinsam mit über 40 Lieferketten-Partnern entwickelt und zielt darauf ab, den CO₂-Fußabdruck im Vergleich zu bestehenden Verfahren und Materialien zu halbieren. JLR gibt an, dass das Projekt bereits eine Reduzierung von mehr als einer Tonne CO₂-Äquivalent erreicht hat – vergleichbar mit den Emissionen eines Passagiers auf einem Flug von Paris nach New York – und dabei mehrere Branchenpremieren geschaffen hat.

Paul Francis, Senior Manager für Kreislaufwirtschaft bei Jaguar Land Rover, erklärte, dass das „Cornerstone"-Projekt zeige, wie JLR die Fortschritte der Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie vorantreiben könne und welchen Wert eine koordinierte, kollaborative Zusammenarbeit für schnellere Erfolge habe. Er betonte, dass höchste Leistungs- und Qualitätsstandards eingehalten werden müssten. Wenn alle Beteiligten frühzeitig gemeinsam an einem Ziel arbeiteten und jeder Partner in der Wertschöpfungskette während des gesamten Entwicklungsprozesses sein Fachwissen einbringe, würden sowohl die Produktionseffizienz als auch die Gesamtergebnisse deutlich verbessert.

Diese Kooperationen in der Lieferkette führten zu 100 % recyceltem Glas im geschlossenen Kreislauf (36 % CO₂-Äquivalent-Reduktion), herausnehmbaren elektronischen Komponenten (zur einfacheren Reparatur von Scheinwerfern) und Lautsprechern mit 95 % recycelten Magneten. JLR gibt an, dass die Herstellung von Teilen für eine echte Karosserie dazu beitrage, einen klaren Weg für die Integration neuer Lösungen in Fahrzeugprojekte zu schaffen. Recyceltes Türglas, emissionsarmer Stahl, recycelter Sitzschaum und neue Scheinwerfertechnologie sind bereits für kommende Modelle geplant. Mary Creagh CBE, britische Staatsministerin für Natur, erklärte, dass das „Cornerstone"-Projekt zeige, wie die Industrie Innovationen vorantreiben könne, wenn die Regierung einen stabilen politischen und investiven Rahmen biete.

JLR verfügt am Standort Gayton über ein Design- und Entwicklungszentrum, eine Teststrecke sowie ein Labor für Kreislaufwirtschaft. In diesem Labor arbeiten funktionsübergreifende Teams aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Technik, Einkauf und Design zusammen. Das Team analysiert Fahrzeuge, um Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft zu verstehen, und arbeitet eng mit Lieferanten zusammen, um Hindernisse für Wiederverwendung und Recycling zu erkennen und zu überwinden. Die Daten aus dem Labor fließen direkt in die Fahrzeugentwicklungsentscheidungen des Unternehmens ein. Erste Tests an der vorderen Stoßstange ergaben, dass mit weniger Polymer die gleiche Qualität und Leistung erreicht werden kann, was pro Produktionslinie eine Einsparung von 177.500 kg CO₂-Äquivalent und Kosteneinsparungen von über 700.000 US-Dollar ermöglicht. Andrea Debbane, Chief Sustainability Officer bei JLR, zeigte sich begeistert von den Möglichkeiten dieser Arbeitsweise. Sie stehe für ein gemeinsames Engagement, Dinge anders zu machen, Methoden aus allen Blickwinkeln zu hinterfragen und die Lösungen zu finden, die für die Entwicklung und den Bau zukünftiger Autos erforderlich seien.

Ressourcenknappheit, geopolitische Schwankungen und die Nachfrage nach resilienten Lieferketten treiben die Hersteller zur Kreislaufwirtschaft. Das World Resources Institute prognostiziert, dass die weltweite Rohstoffförderung bis 2060 um 150 % steigen wird, wenn alles beim Alten bleibt, was die Bestände an hochwertigen Gütern erschöpfen würde. Indem Materialien im Kreislauf gehalten werden (wie das 100 % recycelte Glas von JLR), können Hersteller den Wettbewerb um schwindende Rohstoffquellen vermeiden. Seltene Erden werden hauptsächlich nur von wenigen Ländern verarbeitet. Die Wiederverwendung dieser Materialien ermöglicht es Herstellern, die Versorgung zu lokalisieren und Exportkontrollen sowie Handelszölle zu umgehen. Remanufacturing und zirkuläre Reverse Logistics sind von Natur aus lokal oder regional, verkürzen die Lieferketten und vermeiden globale Logistikschocks.

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