Mexiko sucht Infrastrukturfinanzierung bei BlackRock und KKR
2026-07-06 15:58
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de.wedoany.com-Bericht: Die mexikanische Regierung verstärkt die Zusammenarbeit mit mehreren globalen Vermögensverwaltungsgesellschaften, um privates Kapital für Infrastrukturprojekte zu gewinnen, und arbeitet an einem institutionellen Rahmen zur Lenkung von Kapitalzuflüssen, um neue Investitionen zu beschleunigen.

Mexikanische Beamte trafen sich im Juni mit Vertretern von BlackRock, KKR, Copenhagen Infrastructure Partners, Mexico Infrastructure Partners und Alom Infra zu einem Workshop, um über die Gestaltung künftiger Investitionsstrukturen zu diskutieren, nicht über konkrete Projektportfolios. Energie- und Autobahnprojekte wurden als kurzfristige Prioritäten eingestuft.

Seit Anfang 2025 hat die Regierung versucht, mit institutionellen Anlegern und Pensionsfonds in Kontakt zu treten, jedoch noch keine speziellen Zweckgesellschaften eingerichtet, die für die Anziehung großer privater Investitionen erforderlich sind. Der jüngste Aufschwung privater Investitionen im Stromsektor deutet darauf hin, dass die Strategie erste Erfolge zeigt.

Finanzminister Edgar Amador frühstückte mit Vertretern der Pensionsfondsverwalter (Afores). Diese verwalten Vermögenswerte von rund 500 Milliarden US-Dollar und gelten als potenzielle Finanzierungsquelle für langfristige Projekte.

Guillermo Zamarripa, Präsident des mexikanischen Pensionsfondsverbands (Amafore), erklärte, dass Rentenersparnisse einen langfristigen Horizont hätten und sich zur Finanzierung gut strukturierter Infrastrukturprojekte eigneten. Er wies auch darauf hin, dass solche Investitionen zur Diversifizierung beitrügen und angemessene Renditen böten, während Mexiko derartige Infrastrukturinvestitionen benötige.

BlackRock, KKR, Copenhagen Infrastructure Partners und Mexico Infrastructure Partners lehnten eine Stellungnahme zu dem Treffen ab. Alom Infra bestätigte die Teilnahme am Workshop, gab jedoch keine weiteren Details bekannt.

Ernesto González, Mexiko-Direktor von Macquarie Asset Management, bewertete das Treffen insgesamt als positiv, da es Vermögensverwaltern die Möglichkeit gab, direkt mit der Regierung über Infrastrukturinvestitionen zu sprechen. Er betonte die Bedeutung eines Kooperationsrahmens und wies darauf hin, dass ein stabiles regulatorisches Umfeld und Schiedsverfahren zur Streitbeilegung entscheidend seien, um die für große Infrastrukturprojekte erforderlichen Investitionen anzuziehen und zu halten.

Die Vereinfachung des Genehmigungsprozesses für von der Privatwirtschaft eingereichte Vorschläge zur Verkürzung der Bearbeitungszeit war ebenfalls ein Diskussionsthema. Zudem bestehen weiterhin Meinungsverschiedenheiten über die Art von Projekten, die institutionelle Anleger wie Pensionsfondsverwalter anziehen können. Diese Fonds zeigen eine geringe Bereitschaft, sich an Greenfield- oder frühen Entwicklungsprojekten zu beteiligen, und bevorzugen eine Mischung aus reifen Vermögenswerten und neuen Entwicklungsprojekten.

Der Kongress hat die von der Regierung Claudia Sheinbaum vorangetriebene Gesetzgebung verabschiedet, um die Genehmigung großer Infrastrukturprojekte zu vereinfachen. Die Federal Electricity Commission schloss im Juni ihre erste Ausschreibung im Rahmen ihres neuen gemischten Investitionsplans für erneuerbare Energien ab, der eine zusätzliche Stromerzeugungskapazität von 7.411 Megawatt vorsieht. Die offenere Haltung der Regierung gegenüber privaten Investitionen unterscheidet sich von der vorherigen Regierung und wird von Marktteilnehmern als positives Signal für die Entwicklung neuer Projekte gewertet.

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