Schwedens SKB unterzeichnet Vertrag mit Skanska zum Ausbau des Endlagers SFR
2026-07-08 15:24
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de.wedoany.com-Bericht: Die Schwedische Gesellschaft für Brennstoff- und Abfallmanagement (Svensk Kärnbränslehantering, SKB) hat mit Skanska den Vertrag für die Produktionsphase des Ausbaus des Endlagers SFR unterzeichnet, was den Beginn der eigentlichen Bauarbeiten markiert.

Skanska erhält Auftrag für den Ausbau des schwedischen Endlagers

Das Endlager SFR befindet sich 60 Meter unter dem Meeresboden der Ostsee und wurde 1988 in Betrieb genommen. Die Anlage umfasst vier 160 Meter lange Felskavernen und eine Kammer im Grundgestein, darunter ein 50 Meter hohes Betonsilo für die am stärksten radioaktiven Abfälle. Zwei parallele, einen Kilometer lange Zufahrtsstollen verbinden die Anlage mit der Oberfläche. Derzeit beträgt die gesamte Endlagerkapazität etwa 63.000 Kubikmeter Abfall.

Im Rahmen des Ausbauplans sollen sechs neue Felskavernen mit einer Länge von 240 bis 275 Metern in einer Tiefe von 120 bis 140 Metern errichtet werden, auf gleicher Höhe mit dem tiefsten Teil des bestehenden SFR-Endlagers. Nach Abschluss des Ausbaus wird die Gesamtspeicherkapazität der Anlage etwa 180.000 Kubikmeter betragen. SKB hatte im Juli 2023 eine Kooperationsvereinbarung mit Skanska für den Ausbau des SFR-Endlagers unterzeichnet; der bestehende Vertrag für die Planungsphase wurde nun um den Vertrag für die Produktionsphase ergänzt. Die Produktionsphase ist in mehrere Abschnitte unterteilt, für die jeweils separate Verträge abgeschlossen werden. Der neueste Vertrag umfasst Felsbau-, Tiefbau-, Erdbau-, Wasser- und Abwassertechnik sowie Tunnelauskleidungen. Die Bauarbeiten für die neuen Felskavernen sollen im dritten Quartal 2026 beginnen, der Vertrag wird voraussichtlich im vierten Quartal 2028 abgeschlossen, und die gesamte Anlage soll in den Jahren 2030 bis 2031 für den Probebetrieb bereit sein. Die Felsarbeiten begannen im Dezember 2024, und die Sprengarbeiten in 45 Metern Tiefe starteten im Januar 2025, was den offiziellen Start des Ausbauprojekts markiert. Der Großteil der im SFR gelagerten kurzlebigen Abfälle stammt aus schwedischen Kernkraftwerken; auch radioaktive Abfälle aus Krankenhäusern, der Tiermedizin, Forschung und Industrie werden dort gelagert. Das Ausbauprojekt SFR zielt darauf ab, Entsorgungskapazitäten für schwach- und mittelradioaktive Betriebs- und Stilllegungsabfälle aus schwedischen Kernkraftwerken zu schaffen, um den Rückbau mehrerer stillgelegter Kernreaktoren zu bewältigen. Diese Stilllegungsabfälle umfassen Reaktorkomponenten, Metalle, Beton und andere Baumaterialien.

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