de.wedoany.com-Bericht: Die algerische staatliche Ölgesellschaft Sonatrach hat am Mittwoch über das Importterminal der schwimmenden LNG-Speicher- und Regasifizierungseinheit (FSRU) Wilhelmshaven 1 die erste Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) an Deutschland geliefert. Dies ist Teil der Strategie des Unternehmens zur Diversifizierung seiner Erdgasexporte.

Die Ladung wurde von der GL2Z-Verflüssigungsanlage in Bethioua, Algerien, verladen und mit dem LNG-Tanker „Tessala“ von Sonatrach transportiert. In einer Erklärung betonte Sonatrach, dass dieser Schritt die Fähigkeit des Unternehmens belege, die Chancen der sich wandelnden globalen Gasmärkte zu nutzen und gleichzeitig den Wert seiner Ressourcen auf strategisch wichtigen Märkten mit großem Potenzial zu steigern.
Sonatrach wies darauf hin, dass diese Lieferung auch die Handelsflexibilität des Konzerns und sein Engagement zur Stärkung seiner Position auf den wichtigsten internationalen Energiemärkten widerspiegele. Mit diesem Vorgang will Sonatrach seine Exporte in diesen Markt ausweiten, seine Stellung als wichtiger Lieferant verbessern und zur Stärkung der europäischen Energieversorgungssicherheit beitragen.
Algerien wurde 1964 zum weltweit ersten Produzenten von Flüssigerdgas, als die Anlage von Sonatrach in Arzew in Betrieb ging. Die Anlage in Arzew verfügt über drei Produktionslinien mit einer Gesamtkapazität von etwa 20,8 Mio. Tonnen pro Jahr (mtpa), wurde jedoch nie voll ausgelastet; das Terminal in Skikda hat eine Kapazität von etwa 4,5 mtpa.
Der staatliche LNG-Terminalbetreiber DET betreibt die Terminals Wilhelmshaven 1 und 2 sowie die Anlage in Brunsbüttel und plant, die FSRU-Anlage in Stade im September in Betrieb zu nehmen. Das erste Terminal in Wilhelmshaven nutzt die FSRU „Hoegh Esperanza“, eine 170.000 Kubikmeter große Einheit, die im Rahmen eines Zehnjahresvertrags zwischen der Firma Hoegh Evi (ehemals Hoegh LNG) und der deutschen Regierung aus dem Jahr 2022 betrieben wird.






