Mercedes-Benz investiert rund eine Milliarde Euro in den Ausbau des ungarischen Werks
2026-07-14 09:45
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de.wedoany.com-Bericht: Die Mercedes-Benz Group investiert rund eine Milliarde Euro in den Ausbau ihres Werks in Kecskemét, Ungarn. Die Kosten des Werks liegen etwa 70 % unter dem deutschen Niveau. Künftig soll es der größte Produktionsstandort von Mercedes-Benz in Europa werden.

Größtes Mercedes-Benz-Werk! Der Stuttgarter Autobauer hat sein Werk im ungarischen Kecskemét für rund eine Milliarde Euro aufgerüstet. Die Strategie von Ola Källenius sollte aufgehen, denn in Ungarn sind die Produktionskosten deutlich niedriger als in Deutschland. (Bild: Mercedes-Benz)

Mercedes-Benz-CEO Ola Källenius sagte bei der Eröffnungsfeier des Werksausbaus, der globale Wettbewerb werde immer härter – in Technologie, Kosten, Geschwindigkeit und Qualität. Er lobte das Werk in Kecskemét als Wettbewerbsvorteil und als Beleg dafür, dass höchste Qualität und höchste Kosteneffizienz vereinbar seien. Die Kosten des Werks setzten einen Maßstab in Europa. CFO Harald Wilhelm hatte zuvor mitgeteilt, dass die Produktionskosten in Ungarn etwa 70 % unter dem deutschen Niveau lägen.

Die Strategie zielt darauf ab, den Produktionsanteil in europäischen Niedriglohnländern von 15 % auf 30 % zu verdoppeln, während die maximale Kapazität in Deutschland in den kommenden Jahren kontinuierlich auf rund 900.000 Fahrzeuge reduziert wird. Auch der neue ungarische Ministerpräsident Péter Magyar nahm an der Eröffnungsfeier teil. Kecskemét liegt etwa 80 Kilometer südöstlich von Budapest.

Das Mercedes-Benz-Werk in Ungarn ist bereits das effizienteste in Europa. Das Werk in Kecskemét produziert seit 2012 Fahrzeuge und ist heute das größte Automobilwerk Ungarns mit einer jährlichen Kapazität von rund 400.000 Fahrzeugen. Der Konzern investierte rund eine Milliarde Euro in zwei neue Hallen für Karosseriebau und Montage, eine zweite Presshalle, eine neue Lackiererei sowie eine Batteriemontagelinie. Derzeit werden hier die A-Klasse und das GLB SUV produziert. Künftig soll auch die elektrische C-Klasse hinzukommen – das erste Mal, dass in Ungarn ein Fahrzeug des Kernsegments gefertigt wird. Der Konzern setzt auf ein duales Fertigungskonzept: In den bestehenden Hallen werden Verbrenner und Elektroautos flexibel auf derselben Linie produziert, während die neuen Hallen für reine Elektrofahrzeuge ausgelegt sind. Die kompakte Version der zukünftigen G-Klasse wird ausschließlich in Ungarn produziert, auch das GLC könnte in diesem Werk gefertigt werden.

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