de.wedoany.com-Bericht: Die britische Airtel Africa hat kürzlich bekannt gegeben, dass sie über ihre Airtel Africa Foundation in Zusammenarbeit mit UNICEF bis 2027 5.000 Schulen in ihren afrikanischen Märkten kostenlosen Internetzugang bereitstellen wird. Das Programm hat bereits 3.296 Schulen angebunden und erreicht über zwei Millionen Schüler sowie rund 40.000 Lehrkräfte. In der nächsten Phase soll der Zugang auf Schulen mit unzureichender Netzabdeckung ausgeweitet werden.
Das Projekt umfasst 13 Länder: Tschad, Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Gabun, Kenia, Madagaskar, Malawi, Niger, Nigeria, Ruanda, Tansania, Uganda und Sambia. Die britische Airtel Africa wird mit den Bildungsministerien der jeweiligen Länder zusammenarbeiten, um die Schulen an bestehende Kommunikationsnetze anzuschließen und den gebührenfreien Zugang zu digitalen Lernplattformen zu ermöglichen.
In Sambia sind bereits 300 Schulen an das Programm angeschlossen. Sunil Taldar, CEO von Airtel Africa, erklärte bei einem Besuch der St. Monica's Girls' School in Lusaka, dass die vernetzten Schulen über das Netzwerk des Betreibers auf digitale Kursressourcen zugreifen können, die von UNICEF und den Bildungsministerien der Länder bereitgestellt werden. Neben dem Internetzugang umfasst das Projekt auch die Lehrerfortbildung, damit die Schulen das Netzwerk und die digitalen Plattformen in den täglichen Unterricht integrieren können.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Mobilfunkdiensten für Privatkunden erfordert die Anbindung von Schulen, dass die jeweiligen Schulstandorte in die Netzabdeckung und den Serviceumfang des Betreibers einbezogen werden und kontinuierlich ausreichende Bandbreite bereitgestellt wird. Für Schulen in abgelegenen Gebieten oder mit unzureichender Festnetzabdeckung wird der Internetzugang oft durch Übertragungsleitungen, Funkabdeckung und die Bedingungen der Vor-Ort-Ausrüstung eingeschränkt. Die britische Airtel Africa hat bisher nicht bekannt gegeben, ob die neuen Schulen per Glasfaser, Fixed Wireless Access oder Mobilfunk angebunden werden, noch hat sie die Verteilung der Schulen auf die Länder oder den Bauzeitplan veröffentlicht.
Das Programm bietet außerdem für 64 digitale Lernplattformen ein Nulltarif-Datenvolumen an, sodass über 11 Millionen Nutzer auf Lerninhalte zugreifen können, ohne Datenkosten zu verursachen. Der kostenfreie Plattformzugang ersetzt zwar nicht den Aufbau der schulischen Kommunikationsinfrastruktur, kann aber nach der Vernetzung der Schulen die laufenden Kosten für die Nutzung von Online-Kursen senken und verhindern, dass die Netze nach dem Aufbau aufgrund hoher Datenkosten nicht ausreichend genutzt werden.
Die britische Airtel Africa und UNICEF haben diese fünfjährige Partnerschaft im Jahr 2021 gestartet. Die Gesamtinvestition beträgt 57 Millionen US-Dollar und umfasst die Vernetzung von Schulen, den Zugang zu digitalen Lernplattformen sowie damit verbundene Unterstützungsdienste. Der ursprüngliche Projektumfang umfasste bereits 13 afrikanische Länder. Mit der nun auf 5.000 Schulen erhöhten Zielvorgabe müssen bis 2027 noch rund 1.700 Schulen angebunden werden.
Derzeit ist das Projekt von der frühen Pilotphase in die Phase der massenhaften länderübergreifenden Anbindung übergegangen. Öffentlich zugängliche Unterlagen enthalten jedoch keine konkreten Baudaten zu neuen Basisstationen, Glasfaserleitungen, schulinternen Routern oder Netzwerkkapazitäten. Daher kann als gesicherter Baufortschritt des Projekts lediglich die weitere Ausweitung des Internetzugangs für Schulen bestätigt werden, nicht jedoch, dass einheitlich ein bestimmtes Kommunikationsnetz verlegt wurde oder bereits 5.000 Schulen angeschlossen sind.










