Brasilien startet Ausschreibung über 56 Millionen Real für industrielle Digitalisierung im Rahmen des Programms „Brasil Mais Produtivo“
2026-07-14 17:19
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de.wedoany.com-Bericht: Brasilien setzt das Modell der Smart Factory – basierend auf der umfassenden Vernetzung von Maschinen, Systemen und Bedienern – als strategischen Schwerpunkt der Reindustrialisierung. Projekte der Brasilianischen Agentur für industrielle Entwicklung (ABDI) sowie die Ausschreibung über 56 Millionen Real, die im Rahmen des Programms „Brasil Mais Produtivo“ in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Entwicklung, Industrie, Handel und Dienstleistungen (MDIC), dem Nationalen Dienst für industrielle Ausbildung (SENAI) und der Nationalen Bank für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (BNDES) durchgeführt wird, zeigen den nationalen Willen, die industrielle Digitalisierung und den Einsatz künstlicher Intelligenz zu beschleunigen. Die Wirksamkeit dieses technologischen Wandels hängt jedoch von einer leistungsfähigen Infrastruktur ab, die in anspruchsvollen technischen Umgebungen betrieben werden kann.

Verbindungsinfrastruktur als Grundlage für Brasiliens Wandel zur Smart Factory

In einer Zeit, in der die industrielle Produktivität in Millisekunden gemessen wird, kann ein Datenkommunikationsfehler ganze Produktionslinien zum Stillstand bringen und automatisierte Systeme gefährden. Douglas Marques, Vertriebsleiter von LAPP Brasilien, betont, dass die Integrität der Datenerfassung an den Endpunkten von der Widerstandsfähigkeit der Verkabelungsinfrastruktur abhängt. „Um sicherzustellen, dass die Informationen vollständig an die Managementsysteme gelangen, müssen die Kabel rauen Umgebungen standhalten, wie Temperaturschwankungen, chemischen Einflüssen, ständigen mechanischen Vibrationen und elektromagnetischen Störungen“, erklärt Marques.

Der Betrieb einer Smart Factory erfordert die Integration von SPS, Robotern, MES-Systemen, ERP und Datenanalyseplattformen. Die Interoperabilität zwischen diesen Ebenen wird durch Konnektivitätslösungen ermöglicht, die mehrere industrielle Protokolle wie PROFINET, EtherNet/IP und IO-Link unterstützen. In diesem Zusammenhang werden Stabilität und Zuverlässigkeit der Verbindungsinfrastruktur zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil, der die Rolle sichtbarerer Technologien wie Robotik und künstliche Intelligenz ergänzt.

Während die globalen Mächte ihre Investitionen in Automatisierung und fortschrittliche Konnektivität beschleunigen, befindet sich Brasilien in einer entscheidenden Phase der Modernisierung seiner industriellen Basis. Marques fasst zusammen: „Die Industrie der Zukunft wird nicht nur dadurch definiert, wer mehr künstliche Intelligenz besitzt, sondern auch dadurch, wer Technologie, Konnektivität, Effizienz und Betriebszuverlässigkeit integrieren kann. Brasilien hat derzeit einen wichtigen Vorteil, da es sich im Aufbau dieses Wandels befindet, der es der Industrie ermöglicht, sich in einer vernetzteren und effizienteren Logik zu modernisieren.“

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