de.wedoany.com-Bericht: Das Japan Community Network Center (CNCI), JPIX und At Tokyo haben kürzlich bekannt gegeben, dass sie in der japanischen Stadt Nagoya gemeinsam einen neuen Rechenzentrums- und Netzwerkkonnektionsknoten einrichten werden, der im April 2027 in Betrieb gehen soll. Die neue Einrichtung wird Rechenzentrums-Hosting, Internet-Austausch, Cloud-Plattform-Anbindung und regionale Zugangsleitungen an einem Ort bündeln und so einen digitalen Infrastrukturknoten für Unternehmen, lokale Regierungen, öffentliche Einrichtungen und Kommunikationsdienstanbieter in der Region Zentraljapan bilden.
Kern des Projekts ist das von CNCI errichtete „CNCI Nagoya First Center (NGO1)". Dieses Zentrum wird Serverraumkapazitäten, Geräteüberwachung und Fernwartungsunterstützung bieten und an die von 12 Unternehmen der CNCI-Gruppe in den Präfekturen Aichi und Gifu verlegten Kommunikationsleitungen angeschlossen sein, sodass Kunden über das regionale Zugangsnetz auf das Rechenzentrum zugreifen können. Die derzeit bekannt gegebenen Bauinhalte konzentrieren sich hauptsächlich auf Serverraumdienste und Netzwerkzugang; Angaben zu Gebäudefläche, Anzahl der Racks und Stromkapazität wurden noch nicht veröffentlicht.
JPIX wird innerhalb des NGO1 einen Internet-Austauschknoten bereitstellen und über Hochleistungs-Backbone-Leitungen an die JPIX Tokyo- und JPIX Osaka-Netze anbinden. Betreiber, Cloud-Dienstanbieter und Content-Plattformen können in Nagoya direkt Internetverkehr austauschen, sodass ein Teil des Kommunikationsverkehrs nicht mehr über Tokio oder Osaka umgeleitet werden muss. Der neue Austauschknoten wird der Region Zentraljapan zudem unabhängige Netzwerkpfade bieten und bei Ausfällen von Leitungen in der Hauptstadtregion oder der Kansai-Region mehr Übertragungsoptionen für regionenübergreifende Dienste schaffen.
At Tokyo wird in diesem Zentrum den ATBeX Nagoya-Zugangspunkt einrichten und den Nagoya-Knoten an sein Rechenzentrums- und Netzwerkdienstsystem anbinden. Unternehmen können über diese Plattform auf öffentliche Cloud-Dienste wie Amazon AWS, Google Cloud, IBM Cloud, Microsoft Azure und Oracle Cloud zugreifen und gleichzeitig andere Internet-Austausch- und digitale Dienstplattformen anbinden. Durch die konzentrierte Bereitstellung von Rechenzentrums-, Internet-Austausch- und Cloud-Zugangskapazitäten können Kunden Doppelinvestitionen in den separaten Erwerb von Serverraum, Standleitungen und Cloud-Verbindungsdiensten reduzieren.
Rechenzentren und große Netzwerkaustauscheinrichtungen in Japan konzentrieren sich seit langem auf Tokio und Osaka. Mit dem Anstieg des Datenverkehrs durch Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und Content-Distribution-Dienste steigt auch in Nagoya und den umliegenden Fertigungsclustern der Bedarf an latenzarmer Anbindung und lokaler Datenverarbeitung. Diese Dreierkooperation bündelt regionale Glasfaserzugänge, Daten-Hosting, Internetverkehrsaustausch und Cloud-Dienst-Anbindung in einem Knoten und verschafft der Region Zentraljapan eine vollständigere lokale Netzwerkinfrastruktur.
Der Betrieb des NGO1 soll im April 2027 aufgenommen werden. Anschließend wird CNCI für den Betrieb des Serverraums und der regionalen Leitungen zuständig sein, JPIX für den Internet-Austausch und die regionenübergreifende Backbone-Anbindung und At Tokyo für den Zugang zu Cloud-Plattformen und anderen digitalen Diensten. Die drei Partner werden mit diesem Knoten ein Modell für den Aufbau regional verteilter Rechenzentren und Netzwerk-Interkonnektionseinrichtungen in Japan erproben.










