Turntide aus Großbritannien erhält ersten Produktionsauftrag für Batteriesysteme von Hitachi Rail
2026-07-16 15:20
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de.wedoany.com-Bericht: Turntide Technologies hat den ersten Produktionsauftrag von Hitachi Rail erhalten, um Batteriesysteme für die neuen Grand-Central-Fernverkehrszüge von Arriva herzustellen. Dies markiert den offiziellen Übergang des gemeinsamen Entwicklungsprojekts in die kommerzielle Produktion.

Neue Batterien ermöglichen umweltfreundlicheren Zugbetrieb

Diese Batterien werden in die neuen Dreimode-Züge eingebaut, die von Hitachi Rail in seinem Werk in Newton Aycliffe, County Durham, gebaut werden. Die Züge sollen ab 2028 bei Grand Central in Betrieb genommen werden, als Teil eines 300 Millionen Pfund schweren Flottenerneuerungsprogramms von Arriva.

Dieser Produktionsauftrag resultiert aus der Forschungs- und Entwicklungskooperation zwischen Turntide und Hitachi Rail, die darauf abzielt, Batterietechnologie für in Großbritannien hergestellte Fernverkehrszüge zu entwickeln. Das modulare Batteriesystem von Turntide ist so konzipiert, dass es die Dieselmotoren in den Dreimode-Zügen von Hitachi Rail ersetzt und den gleichen Bauraum einnimmt. Ziel ist es, niedrigere Betriebskosten, eine größere Reichweite im Batteriebetrieb und eine geringere Abhängigkeit vom Dieselantrieb zu erreichen.

Die Technologie kann auch zur Nachrüstung von über 600 Dieselmotoren in der bestehenden britischen Hitachi-Rail-Flotte eingesetzt werden. Die im Nordosten Englands hergestellten Batterien werden direkt die Produktion der neuen Grand-Central-Flotte im Werk von Hitachi Rail in Newton Aycliffe unterstützen.

Im Jahr 2024 durchgeführte Tests zeigten, dass das Batteriesystem den Kraftstoffverbrauch im Hybridbetrieb um 30 bis 50 Prozent senken und im reinen Batteriebetrieb einen emissionsfreien Betrieb ermöglichen kann. Es wird erwartet, dass der Batteriemodus an Bahnhöfen und auf nicht elektrifizierten Streckenabschnitten erhebliche Vorteile bietet.

Die Batterietechnologie wird in die digitale Plattform HMAX for Rail von Hitachi Rail integriert, die das Energiemanagement und die Batterieladung steuert. Steve Hornyak, CEO von Turntide Technologies, erklärte, dass man nach Jahren enger Zusammenarbeit nun gemeinsam mit Hitachi Rail in die Produktion gegangen sei, um in Großbritannien einen leiseren, sparsameren und umweltfreundlicheren Schienenverkehr zu ermöglichen. Die weltweite Nachfrage nach Hybrid- und Elektrolösungen im Personenverkehr auf der Schiene wachse, da Betreiber und Kunden eine Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen anstrebten.

Koji Agatsuma, Chief Technology Officer für Schienenfahrzeuge bei Hitachi Rail, wies darauf hin, dass dieser Meilenstein zeige, dass Großbritannien nicht auf den Aufbau von Fertigungskapazitäten für Batteriezüge warten müsse – diese existierten bereits im Nordosten. Die Investition von 30 Millionen Pfund, die erfolgreichen Tests, die qualifizierten Arbeitskräfte in Newton Aycliffe und die Zusammenarbeit mit Turntide hätten den Batteriezug von einem Konzept zur Realität gemacht. In Kombination mit der digitalen Plattform HMAX for Rail werde die Technologie den Energieverbrauch senken und die Batterieladung optimieren, um erneuerbare Energien dann besser nutzen zu können, wenn sie am reichlichsten vorhanden sind und die Netzlast geringer ist. Diese Batterie- und Digitalinnovation sei Teil der Vorbereitungen von Hitachi Rail für die nächste Phase der Zugfertigung, bei der der Batterieantrieb umweltfreundlichere und zuverlässigere Mobilität bieten und gleichzeitig die Wachstumsstrategie der Regierung für den Norden unterstützen werde.

Der Grand-Central-Dienst von Arriva wird der erste Betreiber sein, der die neue Batterietechnologie einsetzt. Die Dreimode-Züge werden ab 2028 in Betrieb genommen. Batterieelektrische und Hybridtechnologien werden zunehmend als Alternative zur vollständigen Elektrifizierung von Strecken untersucht, insbesondere auf solchen, für die derzeit keine Oberleitungsinstallationen geplant sind. Durch die Kombination von Batterie mit elektrischem und Dieselantrieb können Dreimode-Züge sowohl auf elektrifizierten als auch auf nicht elektrifizierten Streckenabschnitten verkehren und gleichzeitig den Dieselverbrauch reduzieren, wenn die Batterie verfügbar ist.

Paul Hutchings, Managing Director von Arriva Rail Services, zeigte sich stolz, einer der ersten Anwender dieser Batterietechnologie zu sein, nachdem man zuvor mit Turntide und Hitachi an der Auslieferung neuer Dreimode-Züge zusammengearbeitet habe, die ab 2028 zur Grand-Central-Flotte stoßen werden. Die Investition von 300 Millionen Pfund in eine völlig neue Flotte werde erstklassige, emissionsarme Züge bringen, die komfortablere und nachhaltigere Reisen ermöglichen und dem Schienennetz zusätzliche Kapazitäten verleihen.

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