de.wedoany.com-Bericht: Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat einen Vorschlag weiter präzisiert, der darauf abzielt, Direct-to-Device-Verbindungen (D2D) in lizenzfreie drahtlose Geräte einzuführen. Dies könnte Laptops, Smartphones und Geräte des Internets der Dinge (IoT) umfassen, die bereits über lizenzfreie Technologien wie Wi-Fi und Bluetooth verbunden sind.

Der von der FCC letzte Woche angekündigte Vorschlag sieht vor, über 225 MHz an lizenzfreiem Spektrum für D2D-Verbindungen zu suchen. Ein anschließend veröffentlichter 38-seitiger Verordnungsentwurf listet die spezifischen Frequenzbänder auf und behält sich die Option vor, weitere Bänder zu untersuchen. Die FCC plant, über das Verfahren auf ihrer Sitzung am 6. August abzustimmen.
Die im Entwurf vorgeschlagenen Frequenzbänder für Erd-Weltraum-Operationen umfassen 902 MHz–928 MHz, 2400 MHz–2483,5 MHz und 5725 MHz–5850 MHz. Der Entwurf weist darauf hin, dass diese Bänder derzeit unter Teil-15-Regeln fallen und für lizenzfreie Geräte wie solche, die Wi-Fi- und Bluetooth-Verbindungen unterstützen, verfügbar sind.
Diese Bänder werden derzeit für verschiedene industrielle, wissenschaftliche und medizinische (ISM) Anwendungsfälle und Technologien genutzt, darunter LoRaWAN, ZigBee und Amateurfunk. Die FCC erläutert, dass diesen Bändern in der Regel keine Satellitenzuweisungen zugeordnet sind, das Band 5830 MHz–5850 MHz jedoch für den Downlink von Amateurfunksatelliten vorgesehen ist.
Der Vorschlag wird einen Rahmen für die Lizenzierung neuer Satellitenbetreiber zur Diskussion stellen, mit dem Ziel, einen Nachweis zu erbringen, wie der Betrieb ohne Beeinträchtigung anderer Nutzer realisiert werden kann, sowie einen möglichen Genehmigungsrahmen zu schaffen. Tim Farrar, Leiter von TMF Associates, erwartet keine größeren Interferenzprobleme zwischen bestehenden Anwendungsfällen und der vorgeschlagenen D2D-Nutzung, da die meisten lizenzfreien Nutzungen in Innenräumen stattfinden.
Die FCC gibt an, dass die Kosten für Änderungen der Teil-15-Regeln voraussichtlich minimal oder nicht vorhanden sein werden, ebenso wie potenzielle Störungen für bestehende Nutzer in den Bändern. Die FCC ist der Ansicht, dass lizenzfreies D2D die von Unternehmen wie SpaceX, AST SpaceMobile und Amazon (über die Übernahme von Globalstar) angebotenen lizenzierten D2D-Verbindungen ergänzen kann, wobei Amazon seinen Einstieg in den D2D-Bereich startet.
Sollte der Vorschlag genehmigt werden und in die reguläre Kommentar- und Antwortphase eintreten, haben die betroffenen Unternehmen die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Die FCC erklärte im Verordnungsentwurf, dass das stark gestiegene Interesse und die Investitionen in D2D-Kommunikationsdienste darauf hindeuten, dass mehr Spektrumressourcen zur Unterstützung dieser Dienste benötigt werden. Die Zulassung von Satellitenkommunikation in den für lizenzfreie Geräte nach Teil 15 verfügbaren Bändern könnte eine Gelegenheit bieten, diese Spektrumknappheit zu mildern.
Darüber hinaus zielt der Vorschlag darauf ab, lizenzfreie Geräte auch im Weltraum zu ermöglichen. Die FCC weist darauf hin, dass Teil-15-Regeln die Nutzung von Wi-Fi oder Bluetooth in bemannten Raumfahrtmissionen weder ausdrücklich verbieten noch erlauben, Astronauten diese jedoch in der Internationalen Raumstation in Abstimmung mit der NASA nutzen. Der Entwurf schlägt eine Regeländerung vor, um zu bestätigen, dass der Betrieb zertifizierter lizenzfreier Geräte in Raumfahrzeugen zulässig ist.
Hubble Network hat bereits eine Satellitenlizenz erhalten, um in einem Teil des Bandes 2400 MHz–2483,5 MHz Signale von Bluetooth-Low-Energy-Geräten am Boden zu empfangen. Die FCC erklärt, dass die Vereinfachung der Regeln, um Satelliten den Empfang von Signalen von Bodengeräten zu ermöglichen, die Entwicklung innovativer drahtloser Kommunikationsprodukte und -dienste fördern wird.










