KT Sat aus Südkorea unterzeichnet Vertrag mit AscendArc für Satelliten mit hoher Kapazität, Start im Jahr 2028
2026-07-21 10:31
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de.wedoany.com-Bericht: Die Verbreitung von KI-Anwendungen hat die Nachfrage nach Rechenzentren sprunghaft ansteigen lassen, bringt aber auch enorme Herausforderungen in Bezug auf Strom- und Wasserknappheit mit sich. Vor diesem Hintergrund rücken Weltraum-Rechenzentren als vielbeachtete Alternative in den Fokus. Um eine schnelle Datenübertragung zwischen Weltraum und Erde zu ermöglichen, gelten Hochdurchsatzsatelliten (HTS) als unverzichtbare Schlüsseltechnologie.

(Quelle: Pixabay)

HTS sind leistungsstarke Kommunikationssatelliten mit großer Kapazität, deren Datenübertragungsleistung mindestens zehnmal höher ist als die herkömmlicher Satelliten. Im Februar dieses Jahres übernahm SpaceX das KI-Startup xAI und startete offiziell den Bau von Weltraum-Rechenzentren. Es wurde ein Plan vorgestellt, bis Ende 2027 Weltraum-Rechenzentren mit einer Kapazität von einem Gigawatt (GW) pro Jahr zu errichten. Im Juni dieses Jahres veröffentlichte das Unternehmen den speziellen Satelliten „AI1“, der KI-Berechnungen durchführen kann. Dieser Satellit bietet eine KI-Rechenleistung von bis zu 150 Kilowatt (kW) und ist mit Solarzellen zur autarken Stromversorgung ausgestattet.

Auch Google treibt Projekte für Weltraum-Rechenzentren voran. Die Strategie basiert darauf, Cluster im Weltraum mit den selbst entwickelten KI-Chips, den Tensor Processing Units (TPUs), zu bilden. Im letzten Jahr stellte Google das Projekt „Project SunCatcher“ vor, das den Einsatz kleiner Satelliten mit TPUs und Solarzellen vorsieht, um KI-Trainings- und Inferenzaufgaben im Weltraum durchzuführen.

Damit solche Weltraum-Rechenzentren kommerzialisiert werden können, muss ein Kommunikationsnetz aufgebaut werden, das die verarbeiteten Daten ohne Verzögerung an die Nutzer auf der Erde übermitteln kann. Laut dem Koreanischen Luft- und Raumfahrtforschungsinstitut (KARI) nutzen HTS hohe Frequenzbänder und Mehrstrahlantennen, wodurch die Datenverarbeitungskapazität eines einzelnen Satelliten das Zehn- bis Hundertfache herkömmlicher Satelliten erreichen kann. Die Beamforming-Technologie ermöglicht es, Funkwellen auf bestimmte Positionen zu konzentrieren und die Strahlrichtung in Echtzeit an die Bodenbenutzer anzupassen. HTS können mithilfe mehrerer Punktstrahlen (Spot Beams) Signale an bestimmte Regionen senden und durch die Wiederverwendung derselben Frequenzen die spektrale Effizienz erheblich steigern.

Zu den führenden Unternehmen im HTS-Bereich gehört das US-amerikanische Unternehmen Viasat, das die Welt in drei Servicebereiche unterteilt. Der Satellit „ViaSat-3 F3“ für den asiatisch-pazifischen Raum wurde Ende April 2026 mit einer SpaceX Falcon Heavy Rakete gestartet. In Südkorea treibt auch KT Sat die HTS-Entwicklung voran und unterzeichnete im September 2025 einen Vertrag mit dem US-amerikanischen Satellitenhersteller-Startup AscendArc über den Bau eines neuen Hochkapazitätssatelliten. Ein Sprecher von KT Sat gab bekannt, dass der Satellit für einen Start im Jahr 2028 geplant ist und nach dem Start Satelliteninternetdienste im asiatisch-pazifischen Raum anbieten wird. Die beiden Unternehmen planen, durch modulare Bauweise eine um ein Vielfaches höhere Übertragungskapazität als herkömmliche GEO-Satelliten zu erreichen und gleichzeitig die Kosten pro Mbps auf ein Zwanzigstel des Marktdurchschnitts zu senken.

Der Hauptzielmarkt von KT Sat ist Südostasien. In Ländern wie Indonesien und den Philippinen wächst die Datennachfrage rasant, aber die Insellage und das bergige Gelände erschweren den Aufbau terrestrischer Kommunikationsnetze, sodass die Abhängigkeit von der Satellitenkommunikation hoch ist. Die Strategie von KT Sat besteht darin, die Satelliteninternetdienste rund um diese Märkte auszubauen.

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